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Ärgerlich für Wochenendpendler: Schnee und Eis setzen der Bahn zu

Schnee und Eis behindern den Zugverkehr in mehreren Teilen Deutschlands. Manchmal hilft nur der Hammer. Und dann sorgen auch noch ganz andere Gründe für Verspätungen.

(Foto: dpa)

Eis und Schnee haben am Sonntag den Zugverkehr auf wichtigen Verbindungen behindert. Auf den Strecken Hannover-Berlin und Würzburg-Fulda fuhren Schnellzüge angesichts der Witterung mit maximal 200 Kilometern pro Stunde, wie eine Bahnsprecherin sagte. Möglich sind bis zu 300 Kilometer pro Stunde. Reisende mussten demnach zum Teil Verspätungen von 30 bis 40 Minuten in Kauf nehmen.

Auf der Strecke der Schwarzwaldbahn kippte zudem eine Eiche unter der Schneelast um, so dass zwischen Triberg und Hornberg keine Züge fahren konnten. Reisende mussten auf andere Verbindungen umsteigen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen konnte wegen des starken Schneefalls erst im Tagesverlauf eingerichtet werden. Das Teilstück war noch am späten Nachmittag unbefahrbar.

Bei einigen Regionalverbindungen kam es ebenfalls zu Verspätungen wegen vereister Türen. Nicht selten schritten die Zugbegleiter dann selbst zur Tat und entfernten festgefrorene Eisbrocken mit einem Hammer von den Türschwellen.

Von Kabeldieben und Kühen

Neben der Witterung machten am Sonntag auch Kabeldiebe und Unfälle mit Tieren der Bahn zu schaffen. Unbekannte hatten den Angaben zufolge am Bahnhof Niedergörsdorf in Brandenburg Signalkabel und Oberleitungssicherungen abmontiert. Daraufhin mussten IC- und ICE-Züge umgeleitet werden. Der nahe gelegene Bahnhof Lutherstadt Wittenberg konnte mehr als sechs Stunden lang nicht angesteuert werden. Wie hoch die Verspätungen waren, teilte die Bahn nicht mit.

Auch die Strecke von Berlin weiter nach München war kurzzeitig unterbrochen. Eine Kuh war in Thüringen ins Gleisbett gelaufen und überfahren worden. Nachfolgende Züge mussten die Bergungsarbeiten abwarten, bis sie ihre Fahrt fortsetzen konnten

Quelle: n-tv.de

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