Panorama

Schüsse aus der Schreckschusswaffe: Schülerin verursacht Amokangst

Mitschüler befürchten zunächst das Schlimmste, als eine 15-Jährige in Wernigerode während der Französischstunde eine Pistole zückt und in die Luft schießt. Doch das Mädchen ist rasch überwältigt. Die Bilanz: zwei Leichtverletzte und eine Schulklasse im Schockzustand.

Die Polizei ermittelt derzeit noch, welches Motiv hinter der Tat steckte.
Die Polizei ermittelt derzeit noch, welches Motiv hinter der Tat steckte.(Foto: dpa)

Eine 15-Jährige hat in einem Gymnasium in Wernigerode in Sachsen-Anhalt mit einer Schreckschusswaffe um sich geschossen. Das Mädchen wurde laut Polizei unmittelbar nach der Tat von einem Mitschüler überwältigt. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Die Jugendliche wurde von der Polizei vernommen. Mittlerweile ist klar, dass das Mädchen schon früher auffällig geworden war.

Zwei Mitschüler wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die beiden Opfer erlitten laut MDR jedoch nur leichte Verletzungen. So soll ein Junge mit einem Knalltrauma in ein Krankenhaus eingeliefert worden sein. Ein zweiter Junge sei bei der Schießerei am Dienstag leicht im Gesicht verletzt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Magdeburg, Uwe Hornburg.

Der Vorfall ereignete sich während des Französischunterrichts in einer achten Klasse. Das Mädchen schoss dem MDR zufolge in die Luft, Medienberichte über einen Amoklauf wies die Polizei ausdrücklich zurück. Dennoch wurde das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium evakuiert. Der Unterricht fiel für den Rest des Tages aus. Für Schüler, Lehrer und Eltern habe keine weitere Gefahr bestanden. Psychologen kümmerten sich um sie, hieß es weiter.

Laut Staatsanwaltschaft hatte es bereits im November 2011 Vorfälle mit der Schülerin gegeben. Sie soll damals in einer Schule in Ballenstedt Feuer gelegt und auch einen Mitschüler bedroht haben, sagte ein Sprecher. Er bestätigte damit entsprechende Presseberichte. Sie sei damals erst 13 Jahre und damit nicht  strafmündig gewesen.

Quelle: n-tv.de

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