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Großalarm in Unterfranken: Schütze löst SEK-Einsatz aus

Aufregung im Schweinfurt: In einem Wohngebiet sichten Anwohner einen Unbekannten mit einer Schusswaffe. Das Haus wird sofort umstellt. Ein Spezialeinsatzkommando rückt an. Erst Stunden später kann die Polizei Entwarnung geben.

Bange Stunden im Westen Schweinfurts: Nach den Schüssen aus einer Wohnung in der Degnerstraße hat die Polizei zwei Männer festgenommen. "Der Einsatz ist beendet, die Lage vor Ort wieder sicher", sagte eine Polizei-Sprecherin. Beide Männer werden voraussichtlich noch am Abend vernommen. Zu Alter und Herkunft der Männer gab es zunächst keine Angaben.

Anwohner melden Schüsse in der Nachbarschaft: Die Polizei schickt ein Spezialeinsatzkommando zum Tatort.
Anwohner melden Schüsse in der Nachbarschaft: Die Polizei schickt ein Spezialeinsatzkommando zum Tatort.(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Gegen Mittag hatten Nachbarn in dem Wohnviertel im Westen der Schweinfurter Innenstadt Schüsse gehört und einen Mann mit Waffe im ersten Stock eines Wohngebäudes gesehen. Die Polizei reagierte umgehend und sandte mehrere Streifenwagen zu der Wohnung. Die ersten eintreffenden Beamten konnten die Beobachtungen der Nachbarn bestätigen.

Weil die Lage in dem Wohnhaus vollkommen unklar war, gingen die Polizisten kein Risiko eingehen und forderten Verstärkung an. Das Wohngebiet um das Haus herum wurde großräumig abgesperrt. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den abgesperrten Bereich nicht zu betreten und den Anweisungen der Beamten unbedingt Folge zu leisten.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin schoss der Mann von einem Fester aus in Richtung Straße. "Wir wissen derzeit aber noch nicht, ob es sich um eine Schreckschusspistole oder eine scharfe Waffe handelt", hatte es in den ersten Minuten nach dem Großalarm geheißen. Verletzte gebe es nicht, ebenso keine Geiseln.

SEK umstellt Wohnhaus

Die Motive des mutmaßlichen Schützen lagen zunächst noch vollkommen im Dunkeln. Einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" zufolge waren ab 12.30 Uhr erste Hinweise bei der Polizei eingegangen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) rückte an, um das weitere Vorgehen der Sicherheitskräfte abzusichern.

Einer Verhandlungsgruppe der Polizei nahm Kontakt zu dem Mann auf. Anwohner des betroffenen Straßenzugs mussten derweil in ihren Häusern ausharren. Erst kurz nach 15.30 Uhr - also rund drei Stunden nach Beginn des Einsatzes - gelang es der Polizei, in die Wohnung zu kommen. Zwei Männer, die sich darin aufhielten, wurden festgenommen.

Quelle: n-tv.de

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