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Zehn Jahre Haft für den Allgemeinmediziner Martin Trenneborg (hier links im Bild).
Zehn Jahre Haft für den Allgemeinmediziner Martin Trenneborg (hier links im Bild).(Foto: dpa)

Gruselverbrechen in Schweden: "Schwedens Fritzl" muss Jahre in Haft

Ein Schwede sperrt eine junge Frau in einen Bunker, will sie besitzen. Doch sie entkommt dem Horror-Schicksal. Jetzt hat ein Gericht den Mann, den Medien "Schwedens Josef Fritzl" tauften, verurteilt.

Eine junge Schwedin ist tagelang in einem Bunker eingesperrt, festgehalten von einem schwedischen Arzt, der "eine Freundin haben wollte". Doch die junge Frau hat Glück und entkommt ihrem Peiniger. Nun hat ein Gericht entschieden, dass der Arzt zehn Jahre ins Gefängnis muss. "Grund für die lange Strafe ist, dass der Arzt die Tat minutiös und über lange Zeit geplant hat", teilte das Stockholmer Gericht mit.

Außerdem muss der Mann 180.000 Kronen (rund 19.000 Euro) Schadenersatz an die junge Frau zahlen. Von dem Vorwurf der Vergewaltigung sprachen die Richter den Schweden frei. Sie sahen es dagegen als erwiesen an, dass der Arzt sein Opfer bei einem romantischen Date in dessen Wohnung in Stockholm mit präparierten Erdbeeren betäubt hat. Danach habe er die Frau in den Bunker im südschwedischen Schonen gebracht, den er zu diesem Zweck über Jahre gebaut hatte.

Entführte war "Traumfrau"

Im Prozess hatte der Arzt das damit begründet, dass er eine Freundin haben wollte. Die Entführte sei "seine Traumfrau" gewesen, hatte die Verteidigerin des bei seinem Chef beliebten und angesehenen Mediziners gesagt.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der 38-Jährige geplant, die Frau für Jahre auch als Sexpartnerin in dem licht- und schallisolierten Verlies gefangen zu halten. Er ging aber mit ihr zur Polizei, nachdem er herausgefunden hatte, dass ihre Freunde sie vermisst gemeldet hatten. Der Mann gab an, eine psychische Störung zu haben. Nach Einschätzung der Richter ist diese aber nicht so groß, dass sie sich strafmildernd auswirken würde.

Medien hatten den Arzt nach Bekanntwerden des Verbrechens "Schwedens Josef Fritzl" getauft. Fritzl hatte seine Tochter in Österreich 24 Jahre lang in ein Kellerverlies gesperrt und missbraucht.

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Quelle: n-tv.de

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