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Tierschützer kritisieren die Orca-Show von SeaWorld als Quälerei.
Tierschützer kritisieren die Orca-Show von SeaWorld als Quälerei.(Foto: REUTERS)

Unternehmen gibt Spionage zu: SeaWorld schleust Spitzel bei Peta ein

Die Tierschutzorganisation Peta kritisiert SeaWorld, weil dort Orcas in Shows auftreten müssen. Doch sie wirft dem Vergnügungspark auch vor, die Aktivisten auszuspionieren. Nun legt das Unternehmen ein Geständnis ab.

Nach monatelangen Spionage-Vorwürfen der Tierschutz-Organisation Peta hat der Vergnügungspark-Betreiber SeaWorld eingeräumt, Mitarbeiter als verdeckte Aktivisten eingesetzt zu haben. Im Zuge einer internen Ermittlung habe der Verwaltungsrat beschlossen, eine Praxis des Managements zu beenden, bei der sich Angestellte des Unternehmens als Tierrechtler ausgeben sollten. Das teilte Vorstandschef Joel Manby im Firmen-Blog mit.

Peta hatte dem Park SeaWorld in San Diego im vergangenen Sommer vorgeworfen, einen Angestellten eingeschleust zu haben. Der Arbeitsvertrag dieses Angestellten ruhte für die Dauer einer internen Prüfung, wurde aber inzwischen wieder in Kraft gesetzt. In der SeaWorld-Erklärung ist nun von mehreren Mitarbeitern die Rede, die bei Peta eingeschleust worden seien. Eine konkrete Zahl wird aber nicht genannt.

Zu illegalen Aktivitäten provozieren?

Laut Peta sollten die eingeschleusten Mitarbeiter die Tierschützer zu Straftaten anstiften, mit denen SeaWorld Peta dann hätte belasten können. SeaWorld habe ausschließlich Interesse daran gehabt, illegale Aktivitäten zu provozieren, sagte eine Peta-Sprecherin. "Wir haben sie bei ihren dreckigen Tricks erwischt."

SeaWorld steht vor allem wegen seiner Orca-Shows seit Jahren in der Kritik. Für große Empörung über das Unternehmen sorgte der im Juli 2013 erschienene Dokumentarfilm "Blackfish" (deutscher Titel: "Der Killerwal"), indem die Vorführungen der gedrillten Meeressäuger als skrupellose Ausbeutung der Unterhaltungsindustrie geschildert werden. Seaworld kündigte im November an, zumindest eine der umstrittenen Vorführungen einzustellen.

Doch der Image-Schaden ist nicht mehr abzuwenden. Nach zwischenzeitlich deutlichen Rückgängen bei Besucherzahlen, Umsatz und Gewinn stabilisierten sich die Geschäfte im vergangenen Jahr zwar. Dennoch fiel im Schlussquartal ein Verlust von elf Millionen Dollar (etwa zehn Millionen Euro) an, wie SeaWorld mitteilte. Die Aktie des Unternehmens fiel im New Yorker Handel um gut neun Prozent.

Quelle: n-tv.de

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