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Wie bei seiner Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis versuchte "El Chapo" auch diesmal zunächst über einen Schacht zu entwischen.
Wie bei seiner Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis versuchte "El Chapo" auch diesmal zunächst über einen Schacht zu entwischen.(Foto: REUTERS)

Hollywoodstar an Suche beteiligt: Sean Penn interviewte "El Chapo"

Die monatelange Fahndung ist abgeschlossen: Der berüchtigte Drogenboss "El Chapo" ist gefasst. Zum Verhängnis wird ihm seine Eitelkeit. Er kontaktiert einen der größten Hollywoodstars, um sein Leben verfilmen zu lassen - ein folgenschwerer Fehler.

Vor seiner Festnahme hat sich der berüchtigte mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán in seinem Versteck mit dem US-Schauspieler Sean Penn getroffen. Der Hollywood-Star interviewte den flüchtigen Drogenboss für einen Artikel, den das Magazin "Rolling Stone" am Samstag auf seiner Internetseite veröffentlichte. Er habe im Oktober sieben Stunden lang mit Guzmán zusammengesessen, berichtete Penn. Anschließend habe er noch Telefon- und Video-Interviews mit Guzmán geführt.

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Wie ein Regierungsvertreter sagte, wussten die mexikanischen Behörden über Penns Besuch Bescheid. Das Treffen war demnach sogar Teil der Ermittlungen, die letztlich zur Festname des Drogenbosses führten. Einzelheiten wollte der Regierungsvertreter aber nicht nennen.

Spezialeinheiten hatten "El Chapo" am vergangenen Freitag in einem Haus nahe der Ortschaft Los Mochis im Nordwesten Mexikos aufgespürt und festgenommen. Am Samstag wurde er in das Hochsicherheitsgefängnis in Altiplano zurückgebracht, aus dem er im Juli entflohen war. Inzwischen bereitet die mexikanische Regierung bereits seine Auslieferung in die USA vor.

Die mexikanische Generalstaatsanwältin Arely Gómez hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass Filmpläne des Drogenbosses eine wichtige Spur gewesen seien. Guzmán habe sein Leben verfilmen wollen und sich dazu sogar schon mit Produzenten und Schauspielern getroffen.

"El Chapo" war im Juli auf spektakuläre Weise aus dem Hochsicherheitsgefängnis entkommen: Er entschwand durch ein Loch in der Dusche seiner Gefängniszelle, das als Zugang zu einem 1,5 Kilometer langen Tunnel diente. Es folgte eine monatelange Großfahndung.

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Quelle: n-tv.de

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