Dienstag, 14. Oktober 2008
5,1 auf der Richterskala: Seebeben in Griechenland
Ein Seebeben hat weite Teile Mittelgriechenlands erschüttert und Millionen Menschen aus dem Schlaf gerissen. Verletzt wurde jedoch niemand, der Schaden ist gering. Das Beben hatte nach Angaben des Seismologischen Instituts in Athen eine Stärke von 5,1. Ihm folgten zahlreiche schwächere Nachbeben, die die Menschen weiter in Angst versetzen. Das Zentrum des Bebens lag rund 90 Kilometer nordwestlich von Athen vor der Küste der Insel Euböa.
In der Kleinstadt Mantoudi auf der Insel rannten viele Menschen auf die Straßen. "Alles wackelte hin und her. Ich hatte Angst", sagte eine Schülerin im griechischen Fernsehen. Während des Bebens war ein tiefes Dröhnen zu hören. Die Erschütterungen wurden als besonders stark empfunden, weil das Beben sich in einer Tiefe von nur etwa 28 Kilometern unter dem Meeresboden ereignete.
Leichte Erdrutsche
Auch in den Ballungszentren von Athen und der Hafenstadt Volos schreckten die meisten der rund fünf Millionen Einwohner hoch. In Athen war zunächst nur eine leichte Schwankung zu spüren, die jedoch stärker und stärker wurde. "Ich hatte den Eindruck, jemand schüttelt mein Bett", sagte eine Schülerin im Rundfunk. "Ich bekam einen Schweißausbruch. Einige Bücher fielen aus den Regalen. Es war unheimlich mitten in der Nacht", erzählte ein älterer Mann.
Schwere Schäden wurden nach Angaben der Behörden nicht angerichtet. Auf der Insel Euböa entstanden jedoch an zahlreichen Gebäuden Risse, in der gebirgigen Inselmitte kam es zu leichten Erdrutschen. Bauingenieure überprüften vor allem Schulen auf ihre statische Sicherheit. Die Schulen blieben deshalb geschlossen.
Das Ägäische Meer und die umliegenden Länder werden immer wieder von Erdbeben heimgesucht. Dort stoßen die afrikanische und die europäische Platte aufeinander. Dabei entstehen jährlich hunderte Erdbeben.
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