Allein auf dem MeerSeglerin fühlt sich nicht einsam
Seit zwei Wochen schon ist die 16-jährige Weltumseglerin Jessica Watson auf dem Meer unterwegs, doch dass sie auf ihrer Reise keinen Menschen zu Gesicht bekommt, macht dem Teenager offenbar nichts aus.
Die 16-jährige australische Weltumseglerin Jessica Watson kann nach eigenen Angaben gut mit Einsamkeit umgehen. Das berichtete die Einhandseglerin nach den ersten zwei Wochen ihrer Fahrt. Watson war am 18. Oktober in Sydney gestartet und will dort nach acht Monaten wieder in den Hafen einlaufen. Das Mädchen will als jüngste Einhandseglerin, das die Welt umrundete, in das Guinness-Buch der Rekorde kommen.
Die Queensländerin segelt derzeit mit ihrer Zehn-Meter-Jacht "Ella's Pink Lady" über den Südpazifik Richtung Südamerika, um Kap Horn zu umrunden. Die Mutter der Sportlerin, Julie Watson, versicherte, dass sie nicht beunruhigt sei. Ihre Tochter "hat das Gefühl, dass viele Menschen im Geist bei ihr sind", sagte sie dem Rundfunksender ABC. Jessica könnte jederzeit das Telefon nehmen und sich unterhalten, sagte die Mutter, die täglichen Kontakt zur Tochter hat.
Watson erwartet schwieriges Wetter
Derzeit ist die junge Seglerin ihrem Plan etwas voraus, erwartet allerdings schwieriges Wetter. Sie sei damit beschäftigt, kleinere Schäden am Boot zu beheben. Außerdem beschäftige sie sich mit Schularbeiten. "Das ist dann ganz etwas anderes, als was sie sonst so zu tun hat", sagte Julie Watson.
Probleme hatte es vor Beginn der Weltumseglung gegeben. Auf dem Weg zur Startlinie war "Ella's Pink Lady" mit einem chinesischen Tanker kollidiert. Der Mast brach und Seenotretter dirigierten Jessica in den nächsten Hafen. Obwohl der stellvertretende Premierminister von Queensland den Eltern und ihrer Tochter riet, die Pläne noch einmal zu überdenken, ging Jessica trotzdem an den Start.