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Mehr als jeder Zehnte Deutsche ist  überhaupt nicht mit dem zufrieden, was sich zwischen den Laken abspielt.
Mehr als jeder Zehnte Deutsche ist überhaupt nicht mit dem zufrieden, was sich zwischen den Laken abspielt.(Foto: imago/Westend61)

Kopfkino und die Realität: So lieben die Deutschen

Was passiert in deutschen Schlafzimmern? Eine aktuelle Sex-Studie verrät: Es herrscht Langeweile zwischen den Laken. Fast jeder zweite Bürger ist nicht zufrieden mit seinem Liebesleben.

Eine neue Studie hat sich mit dem Sexleben der Bundesbürger beschäftigt. Welche Wünsche, welche Vorlieben haben wir Deutschen? Und wie sieht die Realität aus? Knapp die Hälfte der Deutschen ist nicht zufrieden mit ihrem Liebesleben. Mehr als jeder Zehnte davon ist sogar überhaupt nicht mit dem zufrieden, was sich zwischen den Laken abspielt - oder sich eben nicht abspielt.

Durex Sexstudie 2016 Infografik
Durex Sexstudie 2016 Infografik(Foto: obs/RB Deutschland)

Grundsätzlich bewerten die männlichen Bundesbürger ihr Sexleben positiver als die Frauen. Rund 45 Prozent der Männer verleihen ihrem Liebesleben die Note "gut". Bei Frauen sind es lediglich knapp über 37 Prozent. Luft nach oben und unten ist auf jeden Fall vorhanden: Immerhin einer von fünf Deutschen findet sein Sexleben großartig. Knapp 17 Prozent allerdings beschreiben es als unbefriedigend. Das ergab die Studie im Auftrag des Kondomherstellers Durex. Für die Bestandsaufnahme, die im Februar dieses Jahres durchgeführt wurde, wurden rund 1000 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt.

Demnach dauert der Sex in deutschen Betten durchschnittlich rund 24 Minuten. Wirft man einen Blick auf die Bundesländer, leben & lieben die Genießer wohl in Brandenburg. Dort liegt der Durchschnitt bei 29 Minuten. Das kommt dem Wunsch der Deutschen nach der idealen Sexlänge sehr nahe, diese liegt nämlich bei einer halben Stunde.

Frauen und Männer sind sich in diesem Punkt einig. Die deutschen Frauen träumen von 29 Minuten trauter Zweisamkeit, die deutschen Männer würden sich sogar etwas mehr Zeit lassen und geben im Schnitt 31 Minuten an, wenn sie gefragt werden, wie lange sie sich ihren Sex wünschen. Fünf Mal die Woche erscheint den Deutschen als perfekte Häufigkeit, sich dem Partner zu widmen. Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens, denn die Befragten gaben an, im Durchschnitt 2 Mal pro Woche Sex zu haben.

Knapp die Hälfte "kommt immer"

Fast die Hälfte aller Deutschen (48 Prozent) gibt an, immer einen Orgasmus beim Sex zu haben, wobei ein klarer Unterschied zwischen Frauen und Männern besteht. 61% der Männer behaupten, immer zum Höhepunkt zu kommen. Bei Frauen sind es mit 27 Prozent nur knapp über ein Viertel. Die älteren Befragten liegen klar vorne. Von den über 55-Jährigen haben 52 Prozent immer einen Orgasmus, sie befinden sich also über dem Durchschnitt. Die 18- bis 24-Jährigen wiederum liegen unter dem Bundesdurchschnitt. Lediglich 43 Prozent der Altersgruppe gaben an, jedes Mal einen Orgasmus zu haben.

Rund 3 von 10 aller Befragten nennen ein fehlendes oder zu wenig intensives Vorspiel als Grund dafür, keinen Orgasmus zu bekommen. 26 Prozent fehlt es an Abwechslung. Knapp ein Viertel macht eine zu kurze Erektion für den ausbleibenden Höhepunkt verantwortlich.

Sex-Toys gegen die Routine

Auch Sexspielzeug kommt bei den Deutschen zum Einsatz. Besonders die 25- bis 34-Jährigen sind experimentierfreudig. 71 Prozent der Befragten innerhalb der Altersgruppe geben an, Sex Toys zu verwenden. Im Vergleich dazu lehnen über alle Altersgruppen hinweg nur 39 Prozent die Nutzung komplett ab.

Bei denjenigen Teilnehmern, die Sexspielzeug verwenden, liegt der Vibrator vorne. Ein möglicher Grund für den Einsatz der Toys könnte der Wunsch sein, die Routine im Liebesleben zu bekämpfen. Immerhin ein Fünftel aller Befragten beschreibt ihr Sexleben als routiniert. Frauen bewerten dies kritischer als Männer.

Weitere Ergebnisse im Überblick:

  • In Rheinland-Pfalz sind die Menschen am zufriedensten mit ihrem Liebesleben. Mehr als ein Viertel beschreibt es als großartig.
  • Die Sachsen lassen sich gerne Zeit. Der ideale Sex dauert für sie laut Studie ganze 35 Minuten, das ist die höchste Angabe aller Bundesländer. Berliner z.B. wünschen sich im Durchschnitt 32 Minuten Sex.
  • München mag es verspielt: Mehr als zwei Drittel der befragten Münchener nutzen Sex Toys.
  • In kühleren Norden sieht es anderes aus: In Hamburg gaben 42 Prozent an, sie würden niemals Sexspielzeug verwenden.

Quelle: n-tv.de

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