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Dutzende Menschen hatten sich nach Bekanntwerden der Tragödie vor der Wohnanlage versammelt.
Dutzende Menschen hatten sich nach Bekanntwerden der Tragödie vor der Wohnanlage versammelt.(Foto: AP)

Tragisches Unglück in Bergheim: Starben die Cousins an einem Stromschlag?

Nach dem Tod eines jungen Mannes und zweier Kinder in einem Schwimmbad in Bergheim verdichten sich die Hinweise, dass ein Stromschlag die Ursache für die Tragödie gewesen sein könnte - und die drei Cousins zur falschen Zeit am falschen Ort waren.

Nach dem Tod eines 20-jährigen Mannes und zweier 13 und zwölf Jahre alter Jungs im privaten Schwimmbad einer Wohnanlage in Bergheim ist die Todesursache offenbar geklärt. Nach der Obduktion der Toten in der Kölner Gerichtsmedizin liege nun ein "vorläufiges Ergebnis" vor, bestätigte Polizeisprecher Bernd Mauel. Demnach sind die drei Cousins ertrunken. Weitere Untersuchungen sollten nun zeigen, "ob unter Umständen Alkohol oder Drogen im Spiel waren".

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Wie die "Bild"-Zeitung aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, ertranken die drei Cousins infolge eines Stromschlags, der durch eine defekte Wasserpumpanlage ausgelöst worden sein soll. Demnach setzte ein Kurzschluss das Becken unter Strom, als die Jungs gerade schwammen.

"Das elektrisierte Schwimmbecken wurde zur tödlichen Falle für die Badenden", zitiert die Zeitung einen Ermittler. "Durch den Stromstoß erlitten sie einen Herzinfarkt, verloren das Bewusstsein und ertranken, weil niemand da war, der sie noch hätte retten können." Besonders tragisch: Am gleichen Morgen sollen mehrere andere Badegäste das Schwimmbad genutzt haben. Sie alle hatten es wohlbehalten wieder verlassen.

LKA ermittelt am Unglücksort

Die Polizei wollte diese Informationen zunächst nicht offiziell bestätigen. Man wolle die weiteren Ermittlungen, "insbesondere das Ergebnis von chemisch-toxikologischen Untersuchungen sowie die Feststellungen der vor Ort eingesetzten Sachverständigen", abwarten, erklärten die Ermittler. Einem Polizeisprecher zufolge setzten Spezialisten des Landeskriminalamtes am Mittwoch ihre Nachforschungen am Unglücksort fort.

Die Toten waren am Dienstagmittag im Schwimmbad der Wohnanlage gefunden worden. Es verfügt laut Internetseite des Wohnparks über ein 25-Meter-Becken mit Wassertiefen zwischen einem Meter und 2,4 Metern. In der Anlage sind laut Polizei rund 2700 Menschen gemeldet. Ein Teil der dort Gemeldeten hielt sich jedoch am Unglückstag nicht in der Anlage auf, was die Nachforschungen der Polizei den Angaben zufolge erschwerte.

Quelle: n-tv.de

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