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Im Mittleren Westen der USA kämpfen die Menschen gegen die Schneemassen zu Weihnachten.
Im Mittleren Westen der USA kämpfen die Menschen gegen die Schneemassen zu Weihnachten.(Foto: AP)

Weihnachtsverkehr beeinträchtigt: Stürme legen Teile der USA lahm

Beim ersten schweren Schneesturm dieses Winters im Mittleren Westen der USA ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Das Todesopfer wurde am Donnerstag nach einer Massenkarambolage mit 25 Fahrzeugen auf einer Autobahn im Bundesstaat Iowa gemeldet. Wegen des starken Schneefalls und schlechter Sicht wurden hunderte Flüge gestrichen.

Aber auch der Weihnachtsverkehr in New York wurde durch einen Sturm gelähmt. Meldungen über Verletzte gab es zunächst nicht. In Brooklyn krachte ein großes Baugerüst zusammen, gerade als Filmteams ein zuvor eingestürztes kleineres filmen wollten. Die Kameraleute kamen aber mit dem Schrecken davon. Nicht weit von der Stelle knickte der Sturm einen Laternenmast um, der wie eine Schranke über der Straße lag. In Manhattan ertönten in der Nacht Sirenenkonzerte, weil herabstürzende Äste oder einfach die schweren Böen immer wieder die Alarmanlagen von Autos auslösten.

Zehntausende Haushalte ohne Strom

Das Unwetter am Winteranfang traf die Ostküste mitten im Weihnachtsverkehr. Nach Angaben des Autofahrerverbandes AAA wollen in diesem Jahr etwa 93 Millionen Amerikaner mindestens 50 Meilen (80 Kilometer) zu Weihnachten reisen. Die allermeisten sind aber mit dem Auto unterwegs, nur etwa fünf Prozent wollen fliegen.

Auf dem Chicagoer O'Hare-Flughafen fielen etliche Flüge aus.
Auf dem Chicagoer O'Hare-Flughafen fielen etliche Flüge aus.(Foto: AP)

Mancherorts fielen in Iowa, aber auch in Wisconsin und Minnesota mehr als 30 Zentimeter Schnee. Teilweise bildeten sich bis zu 1,20 Meter hohe Schneewehen, die Sichtweite war stellenweise bei Null. Der Schneefall wurde von Winden mit einer Stärke von bis zu 80 Stundenkilometern begleitet. Bäume und Strommasten wurden umgelegt, infolgedessen waren zehntausende Haushalte in den betroffenen Regionen ohne Strom und Heizung.

Der Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker, rief den Notstand aus und forderte die Nationalgarde an, damit sein Staat "für alle Eventualitäten" bereit sei. Für Nebraska, Missouri und Illinois wurde eine Blizzard-Warnung ausgegeben. Währenddessen bereiteten sich die Bundesstaaten Michigan, Indiana und Ohio auf die Ankunft des Schneesturms vor.

"Reisen wird gefährlich"

Am O'Hare-Flughafen in Chicago, der zu den am stärksten frequentierten der Welt zählt, wurden mehr als 400 Flüge gestrichen, hinzu kamen Verspätungen von bis zu vier Stunden. Auch am zweiten Flughafen von Chicago, Midway, wurden mehr als 120 Flüge annuliert. Weitere Verbindungen fielen in kleineren Flughäfen in Iowa, Missouri, South Dakota, Wisconsin und Minnesota aus, nachdem in Dallas Flüge gestrichen wurden.

Die Störungen im Flugverkehr vor allem in Chicago, könnten Auswirkungen auf den Weihnachts-Reiseverkehr in den kommenden Tagen haben. Viele Flugreisende müssen in Chicago umsteigen oder über die Stadt hinwegfliegen. Die Meteorologen sagten weitere Schneefälle voraus und warnten vor allem Autofahrer, die möglichen gefährlichen Folgen des Reisens zu bedenken. "Reisen wird gefährlich, wenn man stecken bleibt", erklärte der Wetterdienst.

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Quelle: n-tv.de

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