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Die Steilküste ist derzeit teilweise gesperrt.
Die Steilküste ist derzeit teilweise gesperrt.(Foto: dpa)

Rügen: Mädchen in Ostsee gespült?: Suche erneut unterbrochen

Ein weiterer Küstenabbruch auf Rügen behindert die Suche nach dem verschütteten Mädchen. Zuvor hatten Helfer an einer Stelle gegraben, an der die eingesetzten Spürhunde anschlugen. Experten befürchten jedoch, dass das Mädchen bereits in die Ostsee gespült wurde.

Die Suche nach dem verschütteten Mädchen auf Rügen ist erneut unterbrochen worden. An der betroffenen Steilküste am Kap Arkona sei es wieder zu einem Küstenabbruch gekommen, teilte eine Sprecherin des Landkreises Nordvorpommern-Rügen mit. Aus Sicherheitsgründen wurden deshalb die Helfer abgezogen. Am Dienstag werde entschieden, wie es mit der Suche nach der zehnjährigen Katharina aus dem Norden Brandenburgs weitergehen soll, hieß es.

Hochwasser hatte zuletzt die Suche nach dem Mädchen erschwert.
Hochwasser hatte zuletzt die Suche nach dem Mädchen erschwert.(Foto: dpa)

Die rund 20 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und der Freiwilligen Feuerwehr hatten den ganzen Tag nach dem Kind gesucht, das vor einer Woche bei einem Spaziergang am Strand unterhalb der Steilküste verschüttet wurde. Dabei hatten auch Leichenspürhunde angeschlagen, die Helfer begannen daraufhin zu graben. Suchhunde hatten zuvor bereits einmal angeschlagen, an der Stelle wurde jedoch nichts gefunden.

Selbst Scheinwerfer wurden in Stellung gebracht, um die Suche nach Einbruch der Dunkelheit fortsetzen zu können. Bereits vor drei Tagen hatten die Suchmannschaften ihre Arbeit wegen Hochwassers abbrechen müssen. Inzwischen ist der Wasserstand am Strand von Kap Arkona weit genug gefallen.

Wurde Mädchen in die Ostsee gespült?

Die zehnjährige Katharina aus Brandenburg war am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Strandspaziergang an der Steilküste von herabstürzenden Erd- und Gesteinsmassen verschüttet worden. Es gibt keine Hoffnung mehr, dass sie noch leben könnte. Die abgestürzten Massen bilden einen riesigen, sehr kompakten Schuttberg, Hohlräume gibt es nicht. Ihre Mutter und ihre ältere Schwester, mit denen sie unterwegs war, wurden bei dem Unglück verletzt. Beide liegen im Krankenhaus.

Ein Teil der Erdmasse rutschte bis zu 30 Meter ins Meer. Das Hochwasser der vergangenen Tage hat zu weiteren Veränderungen geführt. Möglich ist deshalb nach Aussage von Experten auch, dass die zehnjährige Katharina in die Ostsee gespült wurde. An Rügens berühmter Steilküste kommt es immer wieder zu Gesteinsabbrüchen. Ursache ist die natürliche Erosion.

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Quelle: n-tv.de

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