Evakuierung per HelikopterSüdosten Australiens unter Wasser

Australiens südöstliche Provinzen New South Wales und Queensland leiden unter den schwersten Überschwemmungen seit rund 30 Jahren. Tausende sind betroffen. Per Hubschrauber müssen Menschen von Dächern gerettet werden, das Militär wirft Lebensmittel in der Region ab.
Im Osten Australiens kämpfen die Menschen mit den Folgen heftiger Überschwemmungen. Tausende sind von der Außenwelt abgeschnitten. In New Youth Wales und Queensland stecken insgesamt rund 7200 Bewohner in ihren Häusern fest, wie die Behörden mitteilten. Die Flutkatastrophe ist die schlimmste, die es in der Region in den letzten 30 Jahren gegeben hat.
In der 8000-Einwohner-Stadt Stadt Moree in New Youth Wales begannen Rettungskräfte damit, mehrere Häuser und Geschäfte zu evakuieren. Der Norden sei nicht nur vom Rest der Stadt abgeschnitten, dort seien auch viele Grundstücke überflutet, sagte der Regierungschef des Bundesstaates, Bryan O'Farrell.
Lebensmittel aus der Luft
Rettungskräfte mussten Flutopfer von den Dächern ihrer Häuser oder Autos retten, das Militär warf aus der Luft Lebensmittelpakete ab. Von oben besehen, ähnelten die Straßen im Zentrum von Moree eher Kanälen, wie sie in Venedig angebrachter wären als im Norden von New South Wales, sagte O'Farrell weiter, nachdem er das Gebiet mit einem Hubschrauber überflogen hatte.
Vor rund einem Jahr war der Nordosten Australiens bereits von riesigen Überschwemmungen heimgesucht worden. Dabei wurden zehntausende Häuser überflutet. Etwa 35 Menschen wurden getötet, riesige Flächen Ackerland wurden vernichtet. Anschließend fegte der Monstersturm "Yasi" über das Land und richtete weitere große Schäden an.