Panorama
Beim Skimming werden Daten von EC-Karten ausgespäht.
Beim Skimming werden Daten von EC-Karten ausgespäht.(Foto: picture alliance / dpa)

900.000 Euro Schaden durch Skimming: Täter gesteht EC-Kartenbetrug

Durch das Ausspähen von EC-Karten-Geheimnummern soll er fast 900.000 Euro ergaunert haben. Zum Auftakt eines Prozesses gibt ein mutmaßlicher Skimming-Täter überraschend ein Geständnis ab. Demnach sei er zu den Manipulationen an Bankautomaten gezwungen worden.

Mit ausgeklügelter Technik soll eine bulgarische Skimming-Bande fast 900.000 Euro von Kundenkonten der Hannoverschen Volksbank abgeräumt haben. Zum Auftakt seines Prozesses legte ein 31-jähriger Bulgare vor dem Landgericht Hannover ein Geständnis ab. "Das Ganze tut mir unendlich leid", ließ der Vater zweier Kinder über seine Verteidigerin erklären. Er ist zu Angaben über Mittäter und Drahtzieher bereit. Im Gegenzug stellte das Gericht dem Mann eine Haftstrafe von vier Jahren in Aussicht.

Der Inhaber zweier Lebensmittelläden in Sofia hatte sich nach eigenen Angaben verschuldet. Dann sei er vom mutmaßlichen Drahtzieher der Bande zum Ausspähen von Geheimnummern an Geldautomaten in Hannover gedrängt worden. Mit einem Mittäter reiste er dazu in die niedersächsische Landeshauptstadt. Dort wurde er von einem Landsmann in Empfang genommen, der die ausgespähten Daten auswertete.

Nach fünf Manipulationen an Bankautomaten der Hannoverschen Volksbank räumte die Bande fast 900.000 Euro von den Konten nichtsahnender Kunden ab. Die Abbuchungen mit nachgemachten Karten erfolgten aus den USA, Kanada, Peru, dem Libanon und der Karibikinsel Trinidad.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen