Panorama

Mordwaffe Betonmischer: Täter muss lebenslang ins Gefängnis

Zunächst hatte alles auf einen tragischen Unfall hingedeutet, doch dann waren Zweifel aufgekommen. Ein Mann aus Gronau wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte einen Ex-Kollegen mit einem Betonmischer überfahren.

Lebenslang für Erich B.
Lebenslang für Erich B.(Foto: dpa)

Es war ein heimtückischer Mord: Weil er seinen vermeintlichen Nebenbuhler mit einem Betonmischer überfahren hat, ist ein 57-jähriger Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Schwurgericht in Münster war überzeugt davon, dass der Angeklagte aus Gronau im Juli 2015 absichtlich auf das spätere Opfer zugefahren ist. Der 49-jährige Mann hatte auf einem Grünstreifen gestanden und wollte gerade seinen Schäferhund ausführen.

Motiv sei "krankhaft übersteigerte Eifersucht" gewesen, dem Opfer seien zu Unrecht sexuelle Kontakte zur Ehefrau des Angeklagten unterstellt worden, urteilten die Richter.

Der angeklagte Gronauer hat im Prozess zur Sache geschwiegen. Bei Polizeivernehmungen im Vorfeld hatte er die Kollision als tödlichen Unfall dargestellt: Er sei abgelenkt gewesen, weil er sich während der Fahrt eine Zigarette drehen wollte. Der Verteidiger sprach von Lücken in der Beweisführung, die durch Spekulationen ausgefüllt worden seien. Die These von einem Unfall in Folge von zu schnellem Fahren sei durchaus realistisch.

Auch die Polizei war zunächst von einem Unfall ausgegangen. Als die Ermittler erfuhren, dass der Betonmischerfahrer und das Opfer sich kannten, wurden sie misstrauisch.

Quelle: n-tv.de

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