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Aus dem Loch traten etwa 1000 Liter Diesel aus.
Aus dem Loch traten etwa 1000 Liter Diesel aus.(Foto: dpa)

Kollision im Duisburger Hafen: Tanklaster reißt Loch in Passagierschiff

Bei der Einfahrt in den Duisburger Hafen stoßen ein Tankschiff und ein Passagierboot frontal zusammen. Der Frachter bohrt sich in das Kreuzfahrtschiff. Treibstoff tritt in den Rhein aus. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.

Bei einer Probefahrt im Duisburger Hafen ist am Morgen das Fahrgastschiff "River Navigator" mit einem Tankschiff zusammengestoßen. Die beiden Schiffe kollidierten laut Polizeiangaben frontal. Das Kreuzfahrtschiff trieb anschließend manövrierunfähig quer über den Rhein und fuhr sich am gegenüberliegenden Ufer fest. Fahrgäste kamen nicht zu Schaden. An Bord des Fahrgastschiffs waren Besatzung und Techniker. Verletzt wurde niemand, teilte die Polizei mit.

In der Bordwand des Passagierschiffs entstand durch die Kollision ein über drei Meter langer und etwa 50 Zentimeter breiter Schlitz. Aus einem Loch im Tank liefen nach ersten Erkenntnissen etwa 1000 Liter Diesel aus. Die Polizei sprach von einem Gesamtschaden von über 100.000 Euro.

Die Kollision ereignete sich, als das Tankschiff vom Rhein in den Duisburger Hafen fahren wollte. Das Passagierschiff befuhr zu diesem Zeitpunkt den Hafenkanal. Es kam aus einer Werft, wo es gerade erst repariert worden war und deshalb vorerst auf seine Manövrierfähigkeit getestet werden sollte. Zur Unfallursache machte die Polizei keine Angaben.

Bergung des Schiffes birgt Probleme

Der beschädigte Tank wurde mit einem Spezialboot leergepumpt, um das weitere Austreten von Treibstoff zu verhindern. Die Feuerwehr rückte zudem mit Tauchern und einem Löschboot an, um die Ausbreitung sogenannter Ölschlängel im Rhein einzudämmen, berichtete die Zeitung "Der Westen". Möglicherweise muss ein Teil der Uferböschung aber abgebaggert werden.

Unklar ist zunächst, wie das Schiff geborgen werden kann. Der Schiffsverkehr ist von dem Unfall nicht beeinträchtigt. Die Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

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Quelle: n-tv.de

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