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Mit einem Wassergewehr zerstörte die Polizei die verdächtige Tasche.
Mit einem Wassergewehr zerstörte die Polizei die verdächtige Tasche.(Foto: dpa)

Erneut Bombenalarm in NRW: Tasche legt Essener Bahnhof lahm

Aufregung am Essener Hauptbahnhof: Nach dem Bombenalarm in Bonn sorgt auch im Ruhrgebiet eine verdächtige Tasche für einen Großeinsatz. Für mehrere Stunden steht der Bahnverkehr still. Der Inhalt des Gepäckstücks ist diesmal jedoch harmlos.

Zwei Tage nach dem Bombenalarm in Bonn hat auch in Essen eine verdächtige Tasche einen Großeinsatz ausgelöst und den Bahnverkehr lahmgelegt. Der Hauptbahnhof der Ruhrgebietsstadt wurde nach Polizeiangaben für mehrere Stunden gesperrt, nachdem eine Passantin das herrenlose Gepäckstück auf einem Bahnsteig entdeckt und gemeldet hatte.

Nach bangen Stunden stand aber fest: Der Inhalt der grünen Sporttasche war harmlos. Darin enthalten waren unter anderem Kleidung, eine Schere und Plastikstifte, wie eine Sprecherin der Essener Polizei mitteilte.

Bundespolizei-Sprecher Volker Stall sagte, man habe die Tasche um kurz nach 20.30 Uhr mit einem Wassergewehr aufgeschossen. "Das ist analog, wie es in Bonn war", sagte Stall.

Fahndung in Bonn ausgeweitet

Die Essener Polizei sucht nun nach dem Besitzer der Tasche. Ihm drohe unter Umständen eine Anzeige wegen Vortäuschung einer Straftat, sagte eine Sprecherin. Die Gleise 4 bis 6 seien bis zum späten Abend gesperrt geblieben.

Der Essener Hauptbahnhof liegt an der wichtigen Bahnstrecke von Hannover über das Ruhrgebiet ins Rheinland. Am späten Abend wurde die Verbindung wieder freigegeben. Nach dem Fund der Tasche waren die Züge über Gelsenkirchen umgeleitet worden. Zum Teil habe es erhebliche Verspätungen gegeben, sagte ein Sprecher der Bahn.

Am Montag hatte ein herrenloses Gepäckstück einen Alarm am Bonner Hauptbahnhof ausgelöst. In einer Sporttasche fanden die Ermittler einen gefährlichen Sprengsatz. Die Polizei weitete ihre Fahndung inzwischen aus. Die Ermittler suchen neben einem dunkelhäutigen Mann nun auch einen hellhäutigen. Dieser ist auf Videoaufnahmen aus einer McDonald's-Filiale an Gleis 1 mit einer dunkelblauen Tasche zu sehen und gilt als Tatverdächtiger. Für einen terroristischen Hintergrund sieht die Bundesanwaltschaft aber noch keine ausreichenden Anhaltspunkte.

Quelle: n-tv.de

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