Panorama
Tausende Tonnen Wasser und Öl wurden bereits aus den Schiff abgepumpt.
Tausende Tonnen Wasser und Öl wurden bereits aus den Schiff abgepumpt.(Foto: AP)

Containerriese sitzt in Elbe fest: Tausende pilgern zu "CSCL Indian Ocean"

Am Dienstag soll der Neumond das Hochwasser in der Elbemündung besonders günstig ausfallen lassen. Bis dahin arbeiten die Experten mit Hochdruck daran, den auf Grund gelaufenen Containerriesen zum Abschleppen vorzubereiten. Sie haben zwei Versuche.

Die Arbeiten zur Bergung des in der Elbe auf Grund gelaufenen Containerriesen sind am Wochenende erfolgreich weitergegangen. Inzwischen seien die 2000 Tonnen Schweröl der "CSCL Indian Ocean" und fast 4000 Tonnen Ballastwasser abgepumpt worden, sagte ein Sprecher des Havariekommandos.

Nun soll noch der Rest der 700 Tonnen Gasöl abgepumpt werden, die sich an Bord befinden. Den Planungen zufolge soll das 150.000 Tonnen schwere und 400 Meter lange Schiff am Dienstag freigeschleppt werden. Das dann vom Neumond begünstigte höhere Hochwasser wird um 4.32 Uhr und ein weiteres am Nachmittag um 17.02 Uhr erwartet.

Nach Angaben des Havariekommandos wurde der Grund um das Schiff am Wochenende von Baggern abgetragen. Auch am Sonntag waren Schwimmbagger und ein Bagger auf einem Ponton im Einsatz. Ziel ist es, das Schiff für den nächsten Abschleppversuch beweglicher zu machen.

Auf dem Deich erfreuten sich unterdessen Tausende Spaziergänger an dem Spektakel. Immer wieder richteten sie ihre Kameras auf das 400 Meter lange Schiff. Eine Anwohnerin auf der schleswig-holsteinischen Seite sprach am Samstag von einem Riesenandrang Schaulustiger. Hunderte Autos parkten überall und blockierten die Wege. Ein ähnliches Bild bot sich auf der niedersächsischen Seite. Auch hier sei alles zugeparkt, schilderte der Wirt vom Hotel "Elbblick", Bernd Eckhoff. Es seien wohl Tausende unterwegs. 

Die "CSCL Indian Ocean", die zu den größten Containerschiffen der Welt gehört, war am Mittwochabend nahe Stade auf Grund gelaufen. Zwei Versuche, den Schiffsriesen abzuschleppen, sind bereits gescheitert.

Quelle: n-tv.de

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