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Christian Blundell riskierte sein Leben, als er einer schwangeren Frau zu Hilfe eilte.
Christian Blundell riskierte sein Leben, als er einer schwangeren Frau zu Hilfe eilte.(Foto: Twitter/Dailymail)

Messerattacke in England: Teenager rettet hochschwangere Frau

Eine Frau liegt blutüberströmt am Boden. "Nicht das Baby, nicht das Baby", fleht sie den Messer-Angreifer an. Ein 17-Jähriger hört die verzweifelten Hilferufe der hochschwangeren Frau und beweist Zivilcourage.

Christian Blundell, ein 17 Jahre alter Schauspielstudent, ist mit seinem Freund in der Innenstadt von Sutton Coldfield (Birmingham) unterwegs, als er die Hilferufe hört. Sofort eilen die beiden zum Tatort, an dem sich dramatische Szenen abspielen.

"Da waren Blutlachen und eine Frau lag auf dem Boden. Sie konnte die Augen kaum offen halten. Mit ihren Händen umschloss sie schützend ihren Bauch. Sie war von Kopf bis Fuß mit Blut überströmt", zitiert die "DailyMail" den Jugendlichen.

Die Frau habe mit einem etwa 40- bis 50-jährigen Mann gestritten, der mehrmals auf sie einschlug. "Ich sah einen Mann mit einem Kapuzenpulli. Da war eine Klinge auf dem Boden und er schwang einen schwarzen gezackten Griff", berichtete Blundell weiter. Die Schwangere habe den Messerstecher wiederholt angefleht: "Nicht das Baby, nicht das Baby."

"Wusste nicht, ob die Frau noch lebt"

Blundell zögerte seinen eigenen Angaben zufolge keine Sekunde. Gemeinsam mit seinem Freund und einem ebenfalls herbeigeeilten Gefängniswärter schaffte er es, den Angreifer zu überwältigen. Kurz darauf traf die Polizei ein und nahm den Täter in Gewahrsam. "Ich hatte solche Angst. Ich wusste nicht, ob die Frau noch lebt. Ihr Haar war blutgebadet. Ich konnte nicht mal erkennen, was ihre echte Haarfarbe ist", zitierte die Zeitung Blundell weiter.

Dank der beherzten Hilfe brachte die schwerverletzte Frau kurze Zeit später per Kaiserschnitt ein gesundes Kind auf die Welt. Sie selbst befindet sich den Angaben zufolge in einem kritischen Zustand.

Lebensretter Blundell trug bei seinem Einsatz leichte Verletzungen davon. "Ich habe nicht an die Gefahr, in die ich mich begab, gedacht. Aber ich bin niemand, der einen Zwischenfall einfach nur mitansieht. Ich musste etwas tun, ich hasse Gewalt", erklärt der 17-Jährige, der sich selbst keineswegs als Held sieht.

Quelle: n-tv.de

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