Apparat für Dekontaminierung in BauTepco bastelt Meeresreiniger
Mit einem eigens entwickelten Gerät zur Dekontaminierung plant Tepco, das nuklear verseuchte Wasser vor dem AKW Fukushima zu säubern. Am Meeresboden war eine 100- bis 1000-fach höhere Belastung als normal gemessen worden.
Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima will einen Apparat zur Dekontaminierung des radioaktiv verseuchten Meereswassers entwickeln. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, hofft Tepco, das Gerät Ende Mai im Pazifik in der Nähe von Fukushima einsetzen zu können. Durch den Container mit Zeolith - ein Mineral, das Wasser und andere niedermolekulare Stoffe aufsaugen kann - soll Wasser gepumpt werden. Unerwünschte Ionen wie das radioaktive Cäsium-137 sollen so entzogen und im Zeolith gebunden werden.
Die Radioaktivität im Meeresgrund vor dem Atomkraftwerk Fukushima Eins liegt 100- bis 1000-fach höher als im Normalfall. Das gab Tepco bekannt. Das Unternehmen hatte demnach Proben aus einer Tiefe von 20 bis 30 Metern entnommen und später untersucht. Auch die Umweltorganisation Greenpeace prüft mit eigenen Messungen die Belastungen im Meer.
Nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März waren große Mengen radioaktiv belasteten Wassers aus dem unmittelbar am Pazifik gelegenen Kraftwerk ins Meer gelaufen.