Das von der Reederei Leonhardt und Blumberg zur Verfügung gestellte Bild zeigt den Containerfrachter "Hansa Stavanger".
Dienstag, 04. August 2009
"Hansa Stavanger" auf Heimreise: Terror in der Geiselhaft
Die somalischen Piraten haben Besatzungsmitglieder der "Hansa Stavanger" offenkundig mit Scheinhinrichtungen terrorisiert. Der 27-jährige Frederik E. aus Brake, 2. Offizier auf dem Schiff, habe seinem Vater berichtet, dass sich Besatzungs-Mitglieder mit verbundenen Augen hinknien mussten und anschließend Gewehrsalven über ihre Köpfe hinweg abgefeuert wurden, berichtete die "Deutsche Schifffahrts-Zeitung".
Ein Sprecher der EU-Operation Atalanta sagte, es bestehe zwar keine akute Gefahr für Leib und Leben, die psychische Belastung habe jedoch Spuren hinterlassen. Den Besatzungsmitgliedern des deutschen Containerschiffs gehe es den Umständen entsprechend gut.
Das deutsche Containerschiff mit seinen 24 Crewmitgliedern, darunter fünf Deutsche, wird am Donnerstagabend oder Freitag in der kenianischen Hafenstadt Mombasa erwartet. An Bord ist auch ein Marinearzt. Laut Bundeswehr wird das Schiff von der Fregatte "Brandenburg" begleitet.
Nach viermonatigem Martyrium an Bord der "Hansa Stavanger" hatten die Piraten das Schiff am Montagabend verlassen. Zuvor hatten sie nach eigenen Angaben umgerechnet 2,1 Millionen Euro Lösegeld vom Eigentümer, der Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg, erhalten. Piraten hatten die "Hansa Stavanger" am 4. April rund 650 Kilometer von der somalischen Küste entfernt in ihre Gewalt gebracht. Unter den fünf Deutschen an Bord sind zwei Auszubildende.
dpa
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