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Das Zugunglück von Bad Aibling gilt als das schwerste Unglück in Deutschland nach dem ICE-Unfall in Eschede von 1998.
Das Zugunglück von Bad Aibling gilt als das schwerste Unglück in Deutschland nach dem ICE-Unfall in Eschede von 1998.(Foto: picture alliance / dpa)

Zugstrecke bleibt gesperrt: Testfahrten sollen bei Aufklärung helfen

War es menschliches Versagen? Gespannt wird die Erklärung der Ermittler zur Ursache zum Zugunglück in Bad Aibling erwartet. Derweil dauern die Arbeiten an der stark beschädigten Zugstrecke an.

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Die Wiederherstellung der stark beschädigten Bahnstrecke in Bad Aibling dauert noch an. Auf einer Länge von bis zu 120 Metern müssen Schienen und Schwellen teils erneuert werden. Die eingleisige Strecke muss deswegen noch bis voraussichtlich Ende der Woche gesperrt bleiben.

Am heutigen Dienstag will sich die Staatsanwaltschaft zur Unfallursache äußern. Mit Spannung wird erwartet, ob die Ermittler Informationen bestätigen, wonach die Ursache für den Zusammenstoß der beiden Züge menschliches Versagen war.

Bei dem schweren Zugunglück am vergangenen Dienstag waren elf Menschen gestorben, mehr als 80 Insassen wurden verletzt. Die beiden Nahverkehrszüge waren auf der privat betriebenen Meridian-Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim frontal zusammengestoßen.

Bislang keine Hinweise auf technisches Versagen

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bekräftigte bereits am Montag, dass es weiterhin keine Hinweise auf technisches Versagen gebe. Noch diese Woche solle es Kontrollfahrten geben, um zu überprüfen, ob die von den Fahrtenschreibern aufgezeichneten Daten sich bewahrheiten.

Dies kann wohl frühestens am Donnerstag geschehen. Dann soll nach den Planungen der Deutschen Bahn das Gleis wieder normal befahren werden können. Für Mittwoch ist der Abtransport eines noch immer neben dem Gleis stehenden Unglückswaggons geplant. Erst danach wird die Oberleitung wieder montiert, die für die Bergungsarbeiten abgebaut worden war.

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Quelle: n-tv.de

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