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Vor 59 Jahren wurde die alljährliche Jagd ins Leben gerufen: Damals wollte man die hohe Zahl an Klapperschlangen dezimieren.
Vor 59 Jahren wurde die alljährliche Jagd ins Leben gerufen: Damals wollte man die hohe Zahl an Klapperschlangen dezimieren.(Foto: REUTERS)

Festival zieht Touristen an: Texas köpft und häutet Tausende Schlangen

Die blutige Jagd auf Klapperschlangen zieht jedes Jahr mehr als 25.000 Menschen in die kleine Stadt Sweetwater. Vier Tage lang werden in Texas Tausende Schlangen gefangen, geköpft und gehäutet. Doch die Tage des Festivals scheinen gezählt.

Die kleine Stadt Sweetwater im US-Staat Texas hat jedes Jahr ein Festival, das es so nirgendwo anders gibt: Im Mittelpunkt steht eine blutige Jagd auf Klapperschlangen. Wie die "Washington Post" schilderte, werden bei dem viertägigen Ereignis, das bis Sonntag dauern sollte, Tausende von Klapperschlangen gefangen und in einer Arena vor den Augen einer großen Zuschauermenge geköpft und gehäutet.

Dem Zeitungsbericht zufolge zieht das Spektakel Jäger aus verschiedenen Teilen der USA und auch ausländische Touristen an. Mehr als 25.000 Menschen sähen jedes Jahr zu, wie den gefangenen Tieren zunächst das Gift entzogen werde, bevor man ihnen den Kopf abschlage und nach dem Häuten die kleinen Herzen herausschneide.

Die alljährliche Jagd wurde vor 59 Jahren gestartet, um die hohe Zahl der Klapperschlangen in dem Gebiet zu dezimieren. Ihre Haut wird verkauft, das Gift für Forschungszwecke veräußert und das Fleisch frittiert gegessen - als ein weiterer Höhepunkt des Festivals.

Allerdings sind der "Washington Post" zufolge seine Tage möglicherweise gezählt: Die für den Schutz von Wildleben zuständige texanische Behörde erwäge ein Verbot der Methode, mit der die Schlangen gefangen würden. Die Jäger pumpen dazu Gas in Felsspalten und Höhlen - und das sei schädlich für die Umwelt und andere Tiere.

Quelle: n-tv.de

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