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So könnte in der kommenden Woche in vielen Orten der Sommerurlaub verlaufen.
So könnte in der kommenden Woche in vielen Orten der Sommerurlaub verlaufen.
Freitag, 21. Juli 2017

Schauerwillige Atlantikluft: Tief "Zlatan" schickt Grüße vom April

In immer mehr Bundesländern haben die Ferien begonnen. Doch wer stabiles Sommerwetter erleben will, muss in diesem Jahr etwas weiter reisen. Hierzulande bleibt es eher wechselhaft. Doch es gibt eine gute Nachricht: Die Badeseen kommen langsam auf Temperatur.

In immer mehr Bundesländern haben die Ferien begonnen. Doch wer stabiles Sommerwetter erleben will, muss in diesem Jahr etwas weiter reisen. Hierzulande bleibt es eher wechselhaft. Doch es gibt eine gute Nachricht: Die Badeseen kommen langsam auf Temperatur.

Das Wochenende steht in den Starlöchern. Was erwartet uns? 

Nach der vorübergehenden Besserung durch ein kleines Hoch, legt am Wochenende Tief "Zlatan" noch einmal nach. Denn das Tief verlagert sich nun mit seinem Zentrum von den Britischen Inseln allmählich ostwärts. Damit lebt die südwestliche Strömung bei uns neuerlich auf und bringt uns am Samstag einen Schwall subtropischer Warmluft, bevor am Sonntag eine Kaltfront den Sommer erst einmal in die Pause schickt.

Erst warm, dann kalt. Drohen neue Unwetter?

Sie sind leider nicht auszuschließen. Samstag vor allem im Norden, in einem Streifen von Niedersachsen und die Elbe entlang bis nach Sachsen und Westbrandenburg. Dort sind stellenweise intensive Gewitter mit lokaler Überschwemmungsgefahr, Hagel und Sturmböen möglich. Ganz im Nordosten Uckermark bis Odermündung und Rügen wahrscheinlich noch länger aufgeheitert und trocken. Und auch in Richtung Westen und Süden ist es zumindest etwas freundlicher mit nur gelegentlichen Schauern und einzelnen Gewittern.

Was machen die Temperaturen?

Die erreichen häufig schwül-warme 25 bis 30 Grad, wobei es am Rhein und seinen Nebenflüssen mit 28 bis 30 Grad am wärmsten wird. Frischer geht es bei den Nordlichtern durch den Start ins Wochenende. Dort erreichen die Werte 22 bis 24 Grad. Und an den Küsten sind auch die Wassertemperaturen noch recht verhalten. In Nord- und Ostsee sind es zur Zeit 17 bis 20 Grad.

Und in den Badeseen?

Dort sind es zwischen 20 und knapp 25 Grad. Gemessen in einem Meter Wassertiefe. Das heißt natürlich auch, dass es in flacheren Bereich durchaus wärmer sein kann. 

Wie wird der Sonntag?

Leider weiterhin häufig gewittrig. Das gilt vor allem von Schleswig-Holstein bis nach Bayern und östlich davon mit einem Wechsel von dichten Wolken und kurzen heiteren Abschnitten mit Regengüssen sowie Blitz und Donner. Örtlich kann diese Kombination nochmals kräftig ausfallen. Im Westen und im Südwesten bis nach Sachsen und Thüringen kann es zwischenzeitlich länger aufheitern, bevor dann abends und in der Nacht zum Montag aus Westen auch dort neue Schauer und Gewitter aufziehen.  

Wie sieht es dann temperaturtechnisch aus?

Video

Im Norden und Nordwesten frischere 20 bis 23 Grad. Von Sachsen bis Baden-Württemberg hingegen nochmals schwül-warme 23 bis 26 Grad. Dazu gibt es einen auflebenden Südwestwind mit frischen bis starken Böen, in Gewitternähe Sturmböen.

Was bringt die nächste Woche?

Zunächst einmal gibt’s einen lauwarmen Gruß vom April. Denn es wird wechselhaft. Bei teils frischen bis stürmischen Windböen aus West bis Nordwest weht nämlich nur noch mäßig-warme sowie feuchte und schauerwillige Atlantikluft zu uns.

Das heißt was?

Kurze sonnige Abschnitte wechseln sich mit wolkigeren Phasen und Schauern sowie kurzen Gewittern ab. Die Temperaturen erreichen dabei am Montag und Dienstag 18 bis 21 Grad in der Westhälfte und 22 bis knapp 24 Grad in der Osthälfte. Der Mittwoch könnte dann im Norden freundlicher werden. Ansonsten wird der Wettercharakter ähnlich bei leicht ansteigen Temperaturen. Immerhin werden es am Oberrhein schon mal wieder sommerlichere 25 Grad.

Wird das Wetter jetzt eigentlich endlich mal stabiler oder bleibt’s beim Schaukelsommer?

Wohl eher letzteres. Denn die Großwetterlage bleibt unverändert. Im Übergangsbereich zu heißer Luft über Südeuropa liegen wir nämlich immer wieder im Einflussbereich atlantischer Tiefdruckgebiete, die zuerst gerne mal Warmluft anzapfen und dann kühle Luft nachschieben.

Kein Dauerhoch?

Ein stabiles Sommerhoch ist bis Anfang August leider nicht in Sicht. Das Azorenhoch bleibt nämlich ortsfest weit, weit von uns entfernt und schickt uns höchstens mal kleine Ableger. Und mit diesen Zwischenhochs sind natürlich nach wie vor kurze sommerlich bis hochsommerliche Phasen drin.  

Wann kommt der nächste Kurzsommer?

In der zweiten Hälfte der nächsten Woche deutet sich besonders im Süden die nächste Sommerwelle an. Richtung Norden hat’s der Sommer bei dieser Großwetterlage hingegen deutlich schwerer, in den Genuss der mediterranen Wärme zu kommen.

Quelle: n-tv.de

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