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Ein Wagen bringt den Leichnam von Whitney Houston zur Autopsie.
Ein Wagen bringt den Leichnam von Whitney Houston zur Autopsie.(Foto: dpa)
Montag, 13. Februar 2012

Houstons Leichnam wird untersucht: Tochter bricht zusammen

Woran starb die Pop-Ikone Whitney Houston in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills? Diese Frage versuchen nun Gerichtsmediziner zu klären, die Ergebnisse der Autopsie werden allerdings erst in einigen Wochen öffentlich gemacht. Die Tochter des Popstars erleidet nach dem Tod ihrer Mutter einen Nervenzusammenbruch und wird in eine Klinik eingeliefert.

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Nach dem überraschenden Tod der US-Popsängerin in Beverly Hills wird nun deren Leichnam obduziert. Die vollständigen Ergebnisse der Autopsie sollen erst in sechs bis acht Wochen öffentlich gemacht werden. Dieses Vorgehen sei bei Todesfällen von besonderem öffentlichen Interesse üblich, sagte der stellvertretende Leiter der Gerichtsmedizin von Los Angeles, Ed Winter. Derzeit gebe es aber keine Anzeichen für ein Fremdverschulden.

Ähnlich hatte sich zuvor schon die Polizei geäußert. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht: "Wir untersuchen noch, aber auf den ersten Blick weist nichts auf eine kriminelle Absicht hin", erklärte Polizeisprecher Mark Rosen.

Houston während eines Konzerts in Hannover im Mai 2010.
Houston während eines Konzerts in Hannover im Mai 2010.(Foto: dpa)

Houston war am Samstag mit 48 Jahren unter ungeklärten Umständen in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben. Winter bestätigte, dass die Sängerin leblos in der Badewanne gefunden worden war. Medienberichte, wonach Houston verschreibungspflichtige Medikamente in ihrem Zimmer gehabt haben soll, wollte er nicht kommentieren. Auf die Frage, ob die Ermittler von einem Selbstmord ausgingen, sagte Winter: "Wir schauen uns alle Aspekte des Falls an." Möglicherweise könne er am Mittwoch oder Donnerstag weitere Einzelheiten öffentlich machen.

Familie bittet um Ruhe

Die Familie der Pop-Legende äußerte sich am Sonntag erstmals zu der "unvorstellbaren Tragödie" des Tods Houstons. "Wir sind durch den Verlust unserer geliebten Whitney am Boden zerstört", hieß es in einer Erklärung. "Wir werden sie sehr vermissen."

Houstons Ex-Mann Bobby Brown bat, die Privatsphäre der Familie der Familie zu respektieren. "Ich bin zutiefst betrübt über das Ableben meiner Ex-Frau Whitney Houston", zitierte der Nachrichtensender CNN aus einer Erkläung Browns, dessen turbulente Ehe mit der Sängerin im Jahr 2007 nach 15 Jahren geschieden worden war.

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Die Tochter von Whitney Houston wurde am Sonntag zweimal ins Krankenhaus gebracht worden. Nach einem Aufenthalt am Morgen wurde die 18-jährige Bobbi Kristina am Abend wieder in die Notaufnahme gebracht, meldete das Internetportal "TMZ".

"Bobbi Kris" war am Morgen nach dem Tod der Mutter mit der Diagnose "Stress und Erschöpfung" ins Krankenhaus gebracht worden. Laut "TMZ" wurde sie später wieder in das Hospital gefahren, weil sie "hysterisch, erschöpft und nicht zu trösten" gewesen sei. Familienmitglieder würden befürchten, dass das völlig am Boden zerstörte Mädchen Hilfe brauche. Bobbi Kristina ist die Tochter aus der Ehe Houstons mit dem Sänger Brown.

Die Webseite TMZ berichtete, dass sich Brown auf dem Weg nach Los Angeles befinde, um bei der Tochter zu sein. Der Sänger sagte demnach ein Konzert in Nashville im Bundesstaat Tennessee ab. Am Samstagabend war Brown US-Medienberichten zufolge bei einem Auftritt mit seiner wiedervereinigten Band New Edition in Mississippi in Tränen ausgebrochen, nachdem er vom Tod seiner Ex-Frau erfahren hatte. Der Sänger habe "Ich liebe Dich, Whitney" gerufen und einen Kuss in Richtung Himmel gesendet.

"Keine Worte! Nur Tränen"

Der Tod der Queen of Pop hat vor allem ihre Künstlerkollegen schwer getroffen, von denen sich am Wochenende bereits viele für die Grammys in Los Angeles aufhielten. "Der Tod meiner Freundin, der unvergleichlichen Ms. Whitney Houston, bricht mir das Herz", twitterte etwa US-Popstar Mariah Carey. Und: "Als eine der großartigsten Stimmen, die jemals die Welt beehrten, wird sie niemals vergessen werden." R&B-Star Rihanna schickte folgende Botschaft: "Keine Worte! Nur Tränen".

"Whitney Houston, sechsfache Grammy-Gewinnerin, war eine der größten Pop-Sängerinnen aller Zeiten", würdigte Grammy-Chef Neil Portnow die Sängerin. "In unserer Musikgemeinschaft ist heute ein Licht ausgegangen, und wir sprechen ihrer Familie, Freunden, Fans und allen, die von ihrer schönen Stimme berührt waren, unser tiefstes Mitgefühl aus."

Quelle: n-tv.de

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