Panorama

Augsburger PolizistenmordTochter verurteilt

11.06.2012, 19:20 Uhr
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Die Verurteilte mit ihrem Verteidiger. (Foto: Annette Zoepf)

Zwei Jahre Haft auf Bewährung - diese Strafe bekommt eine 32-Jährige, weil sie die Waffen ihres Vaters gelagert hatte. Dieser ist ein mutmaßlicher Polizistenmörder.

Wegen mehrerer Delikte wie unerlaubten Waffenbesitzes ist die Tochter eines mutmaßlichen Augsburger Polizistenmörders zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Augsburger Amtsgericht ging davon aus, dass die 32-Jährige jahrelang zwei Kisten mit Waffen und Geld für ihren Vater in ihrem Keller deponiert hatte. Später versteckte sie das Geld in ihrer Küche.

Das Gericht folgte den Angaben der Angeklagten, sie habe erst nach der Festnahme ihres Vaters Ende 2011 in die Kisten geschaut - und vorher nichts von dem brisanten Inhalt gewusst. Verurteilt wurde sie auch wegen Geldwäsche und Hehlerei.

Ihr 31 Jahre alter Ex-Freund wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor für die Angeklagte eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung gefordert. Für den Angeklagten verlangte sie allerdings mindestens eineinhalb Jahre Gefängnis - ohne Bewährung, da er die Mitwisserschaft bestritt. Die Verteidigung hatte für die 32-Jährige eine Haftstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verlangt und für den Ex-Freund Freispruch.

Quelle: ntv.de, dpa