Arbeiten an der "Elgin"Total pumpt Schlamm ins Leck
Seit dem 25. März ist die Gasförderplattform "Elgin" ein Havariefall. Nach wochenlangen Vorbereitungen beginnt der Total-Konzern nun mit dem Abdichten des Gas-Lecks. Das Ziel ist eine Wiederaufnahme der Gasförderung noch in diesem Jahr.
Der französische Energiekonzern Total hat mit Dichtungsarbeiten am Gasleck der havarierten Plattform "Elgin" in der Nordsee begonnen. Seit dem Morgen werde von einer Spezial-Plattform aus unter hohem Druck schwerer Schlamm durch ein Rohr in das undichte Bohrloch gepresst, teilte der Konzern mit.
Ob die Maßnahme erfolgreich war, wird laut Total aber erst in einigen Tagen feststehen. Wegen schlechten Wetters war die seit zwei Wochen angekündigte Aktion mehrmals verschoben worden.
In den vergangenen Wochen war es dem Konzern nach eigener Aussage gelungen, das austretende Gas zu zerstreuen, um die Bildung einer Wolke zu verhindern. Die Reparatur des Lecks und der Produktionsausfall wird Total nach eigenen Angaben zwischen 233 und 311 Millionen Euro kosten.
Das Gasleck an der Plattform "Elgin" war Ende März entdeckt worden. Sie liegt rund 240 Kilometer von Aberdeen entfernt vor der schottischen Ostküste. Wegen Explosionsgefahr mussten alle 238 Mitarbeiter von der Plattform in Sicherheit gebracht werden.