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Das Ausflugsboot wurde in zwei Hälften geteilt und sank sofort.
Das Ausflugsboot wurde in zwei Hälften geteilt und sank sofort.(Foto: dpa)

Speedboot rammt Ausflügler: Tote bei Schiffsunglück in Griechenland

Noch ist völlig unklar, wie es zu dem Unglück kam: Ein Augenzeuge berichtet, bei dem Zusammenstoß nahe der griechischen Insel Ägina sei das Ausflugsschiff förmlich auseinander gerissen worden. Mindestens drei Menschen sterben.

Bei einem schweren Bootsunglück vor der griechischen Insel Ägina sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, darunter ein neun Jahre altes Kind. 15 weitere Passagiere wurden verletzt, fünf von ihnen schwer, berichtete der Fernsehsender Skai.

Augenzeugenberichten zufolge rammte das etwa acht Meter lange Motorboot das Ausflugsboot und teilte es buchstäblich in zwei Teile, so dass es umgehend sank. Unklar ist den Berichten zufolge weiterhin, wie viele Passagiere welcher Nationalität sich an Bord des Ausflugsbootes befanden. 17 Menschen wurden gerettet, doch im Laufe der Bergungsarbeiten erhöhte sich die Zahl der Toten: Nachdem zunächst drei Menschen nur noch tot geborgen werden konnten, entdeckten Rettungskräfte im Laufe des Nachmittags in 20 Meter Meerestiefe ein weiteres Opfer des Unfalls.

Unter den Toten waren der Kapitän des Touristenbootes und ein neun Jahre altes Mädchen, wie eine Sprecherin der Küstenwache sagte. Drei Opfer seien Griechen, die Herkunft des vierten Opfers war zunächst unklar.

Steuermann erinnert sich nicht

An Bord des Motorboots befanden sich den Berichten zufolge drei Menschen. Der Steuermann sagte Medienberichten zufolge bei einer ersten Vernehmung, er habe nichts gesehen und könne zum Unfallgeschehen keine Angaben machen. Er wird auf Ägina festgehalten. Der Bootsbesitzer war den Angaben zufolge nicht an Bord, nach ihm wird derzeit gesucht.

Der Kapitän des Ausflugsboots, der bei dem Unfall ums Leben kam, habe zuvor gehupt und versucht, auszuweichen, berichtete die griechische Boulevardzeitung "To Proto Thema". "Die Situation ist tragisch, ich kann nicht verstehen, wie so etwas passieren kann", sagte der Bürgermeister von Ägina, Dimitris Mourtzis, dem Sender Skai.

Das Boot war unterwegs zum beliebten Ausflugsziel Moní, einer kleinen Insel südwestlich von Ägina. Auf Ägina selbst machen hauptsächlich Griechen Urlaub - die Insel liegt nahe der griechischen Hauptstadt Athen.

Quelle: n-tv.de

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