Panorama

Aus Groll gegen die SchulleitungUS-Amokläufer suchte Angestellte

03.04.2012, 22:32 Uhr
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Der Täter hatte seine Opfer wahllos erschossen, weil er die Frau nicht fand, die er suchte. (Foto: AP)

Panik und Entsetzen an einer kalifornischen Privatuni: Ein Amokläufer richtet ein Blutbad mit sieben Toten an. Der 43-Jährige stellt sich danach der Polizei. Er soll aus Wut auf die Schule gehandelt haben.

Der Amokläufer von Oakland hat nach ersten Erkenntnissen der Polizei gezielt nach einer Mitarbeiterin der Universitätsverwaltung gesucht. Der Polizeichef der kalifornischen Stadt, Howard Jordan, erklärte, der 43-jährige mutmaßliche Täter habe sich als Student von der Verwaltung und Kommilitonen schlecht behandelt gefühlt.

"Wir wissen, dass er hergekommen ist, um eine Verwaltungsangehörige zu finden, die aber nicht anwesend war", sagte Jordan auf einer Pressekonferenz. "Er ist dann systematisch durch das ganze Gebäude gelaufen und hat auf zufällige Opfer geschossen."

Der Mann sei zwei Monate zuvor wegen Verhaltensproblemen und Wutanfällen von der Uni verwiesen worden, sagte Jordan weiter. Der US-Koreaner hätte zwar mit den Behörden zusammengearbeitet, zeige aber keine besondere Reue. Es handle sich um einen "sehr chaotischen, berechnenden und entschlossenen Mann". Am Donnerstag soll die Polizei ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Bei dem an der christlichen Oikos-Universität kamen sieben Menschen ums Leben, darunter sechs Frauen. Drei Personen wurden verletzt. Es war die schlimmste derartige Gewalttat an einer US-Hochschule seit einem Massaker an der Virginia Tech University im Jahr 2007. Damals wurden 32 Menschen getötet.

Quelle: ntv.de, dpa/rts