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Samstag, 25. November 2006

Bayer macht Kasse mit LL 601: USA genehmigen Genreis-Anbau

Die US-Landwirtschaftsbehörden haben eine in Europa umstrittene Genreis-Sorte des Chemiekonzerns Bayer offiziell zugelassen. Eine eingehende wissenschaftliche Überprüfung habe ergeben, dass die genetische veränderte Langkornreis-Sorte "LL Rice 601" genau so sicher sei wie traditionell gezüchteter Reis, erklärte das US-Ministerium für Landwirtschaft (USDA).

Im Sommer waren mehrere Fälle bekannt geworden, bei denen der gentechnisch veränderte Reis illegal von den USA nach Europa gelangte. Daraufhin entbrannte eine Debatte um den illegalen genmanipulierten Reis in Lebensmitteln. Nach den Funden in Deutschland und in mindestens acht weiteren EU-Ländern sprach sich die EU-Kommission für verpflichtende Kontrollen aller Reis-Importe aus den USA aus. In der EU ist keine Genreis-Sorte zum Import oder zum Verkauf zugelassen.

Der in den USA produzierte und von Crop Science vermarktete Reis enthält ein Gen, das ihn gegen bestimmte Unkrautvernichtungsmittel resistent machen soll. Damit die Firmen ihr Monopol auf Saatgut und dazugehörigem Unkrautvernichtungsmittel.

Erst in der vergangenen Woche hatten die 25 EU-Staaten beschlossen, ihre Kontrollen gegen die Einfuhr von gentechnisch verändertem Langkornreis aus den USA zu verschärfen. Sämtliche Lieferungen müssten künftig bei ihrer Ankunft in Europa systematisch untersucht werden, sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. "Wir sind zuversichtlich, dass diese Tests nun das Risiko der Einfuhr von nicht zugelassenem Reis aus den USA verringern", sagte Kommissionssprecher Philip Tod.

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