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Schon Dutzende Tote: Unwetter überziehen die USA

Die Wirbelsturm-Gefahr im Mittleren Westen und Süden der USA ist nicht überwunden. Etwa 70 Millionen US-Bürger sind von Unwettern betroffen. Während im Nordwesten Waldbrände toben, meldet der Südosten Überschwemmungen.

Von der Stadt Noxapater ist nicht mehr viel übrig.
Von der Stadt Noxapater ist nicht mehr viel übrig.(Foto: AP)

Extremes und stürmisches Wetter verursacht im Mittleren Westen und Süden der USA weiter Unruhe. Für etwa ein Drittel des Landes gelten noch immer Unwetterwarnungen, wie Weather Channel berichtete. Am stärksten betroffen sind die südlichen Bundesstaaten Alabama und Mississippi. Seit Sonntag kamen laut CNN in sechs US-Staaten mindestens 31 Menschen in Unwettern ums Leben. Andere Medienberichte sprachen gar von bis zu 34 Toten.

In Alabama und Mississippi sind Zehntausende ohne Strom, nachdem am späten Montagabend (Ortszeit) die ersten Tornados über die Region hinweggefegt waren. In der Stadt Tulepo in Mississippi überlebte ein Kellner zusammengekauert im Badezimmer, während der Sturm das Restaurant niederriss, hieß es. Der Gouverneur des Staates, Phil Bryant, rief den Notstand aus und sprach von "ernsten Schäden".

Laut CNN wurden am Montag in Mississippi acht Menschen getötet, drei in Alabama und zwei in Tennessee. Am Wochenende waren bereits mindestens 18 Menschen in den Bundesstaaten Arkansas, Oklahoma und Iowa ums Leben gekommen.

Die Stürme richteten schwere Schäden an. Tornados verwüsteten ganze Ortschaften, ließen Bäume umstürzen, zerstörten Häuser und Autos und unterbrachen Stromleitungen. Auch die Gouverneure von Alabama und Georgia riefen den Notstand für ihre Bundesstaaten aus. Meteorologen erwarteten für Mittwoch weitere Tornados.

Schweres Hochwasser in Florida

Einige Landesteile wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Einige Landesteile wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen.(Foto: REUTERS)

Zeitgleich haben heftige Regenfälle in zwei US-Bundesstaaten schwere Überschwemmungen nach sich gezogen. Besonders betroffen war der Nordwesten Floridas. Gouverneur Rick Scott rief in 26 Counties den Notstand aus. In der Gegend um die Stadt Pensacola seien zahlreiche Straßen beschädigt worden, sagte er dem Sender CNN. In vielen Häusern stand demnach das Wasser. Auf den Straßen im benachbarten Staat Alabama waren Medienberichten zufolge viele Menschen in ihren Autos von den Wassermassen eingeschlossen worden.

Waldbrände in Kalifornien

Ganz anders sieht es in Kalifornien aus. Dort treibt ein um sich greifender Waldbrand Hunderte Anwohner in die Flucht. Nach Mitteilung der Feuerbehörde kämpfen mehr als 550 Helfer gegen die Flammen im Bezirk San Bernardino, rund 80 Kilometer östlich von Los Angeles. Mehr als Tausend Häuser seien vorsorglich geräumt worden, berichtete die "Los Angeles Times". Starke und heiße Winde fachten die Flammen an. Kalifornien leidet derzeit unter einer schweren Dürre. 2013 gilt als eines der trockensten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

Quelle: n-tv.de

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