Mittwoch, 25. Juni 2008
Zwei Tote in Rheinland-Pfalz: Unwetter zieht durch
Bei Unwettern mit Gewittern und starken Regenfällen sind in Rheinland-Pfalz zwei Menschen ums Leben gekommen. Auf einigen Straßen herrschten chaotische Zustände. Auch in Sachsen und Bayern gab es heftige Gewitter.
In Undenheim bei Mainz wurde ein Arbeiter tot in einem Weinberg gefunden, wie die Mainzer Polizei mitteilte. Er sei möglicherweise vom Blitz erschlagen worden. Im rheinland-pfälzischen Donnersbergkreis geriet das Auto einer 19-Jährige bei regennasser Straße auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem Lastwagen zusammen. Die junge Frau starb nach Angaben der Polizei noch am Unglücksort.
Bauernhof abgebrannt
In Bayern richtete vermutlich ein Blitzschlag in einem Bauernhof Sachschaden für eine Million Euro an. Zeugen sahen, wie der Blitz in eine Scheune des Anwesens in Niederau in Oberfranken einschlug und das Gebäude in Brand setzte. Die Flammen griffen schnell auf einen Stall über. Anwohnern und Feuerwehr gelang es noch, 40 Kühe ins Freie zu treiben, doch mehrere Rinder verbrannten. Auf der Autobahn 7 geriet bei Oberthulba in Bayern ein Auto auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern und wurde von einem anderen Wagen erfasst. Die Fahrerin des ersten Wagens wurde schwer, der Fahrer des zweiten Wagens leicht verletzt.
In der Mainzer Innenstadt fielen Ampeln aus, auf einigen Straßen stand das Wasser hüfthoch. Mehrere Menschen wurden in ihren Autos eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Außerdem hagelte es heftig - auch auf die umliegenden Weinberge. Mehrere Blitze schlugen ein, Steine fielen von einem Schornstein auf Autos. Auch im Umkreis von Mainz waren Straßen überschwemmt. Die Bundesstraße 9 war nahe Büdesheim wegen eines Erdrutsches vorübergehend gesperrt.
In Sachsen stürzten Bäume um, Äste wurden abgerissen und beschädigten Oberleitungen und Kraftfahrzeuge. "Die Sicht war teilweise Null", sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes über die heftigen Regengüsse. Verletzt wurde niemand. In Frankenberg deckte ein Tornado ein leerstehendes Gebäude ab. In Leipzig fielen Ampelanlagen aus, Straßenbahnweichen konnten nicht gestellt werden, Brückenunterführungen waren überflutet. In Dresden trieb der Wind Stühle aus Freiluft-Cafes, Werbeaufsteller und Müllcontainer vor sich her.
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