Panorama

Familiendrama in NeussVater ist wohl im Irak

24.08.2012, 15:15 Uhr
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Mit Kerzen und Blumen gedenken die Menschen in Neuss der ermordeten Frau und der beiden Kinder. (Foto: dpa)

Der Mann, der in Neuss mutmaßlich seine Frau und seine beiden Kinder getötet hat, befindet sich nach Ansicht der Polizei mittlerweile im Irak. Dort soll er bei seiner Familie aufgetaucht sein. Unklar ist nach wie vor, ob er die Tat geplant hatte.

Der mutmaßliche hat sich den Ermittlern zufolge in den Irak abgesetzt. "Wir gehen davon aus, dass er dort ist", sagte ein Polizeisprecher in Neuss. Mit dem Irak gebe es kein Auslieferungsabkommen. Der 35-Jährige steht unter dringendem Verdacht, in der rheinischen Stadt am Montag seine Frau und seine beiden kleinen Kinder erschossen zu haben. Er wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. An einem Trauermarsch für die Opfer des Familiendramas nahmen am Donnerstagabend in Neuss mehrere hundert Menschen teil.

Es gebe Hinweise, dass der Gesuchte bei Verwandten im Irak aufgetaucht sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Familienvater soll sich noch am Tattag und dann weitergereist sein. Der 35-Jährige stammt aus dem Irak. Er soll vor der Bluttat mehrfach gewalttätig geworden sein und seine Frau geschlagen haben. Als Motiv werden Trennungsabsichten seiner Ehefrau angenommen.

Die Leichen der 26-jährigen Ehefrau, des vierjährigen Sohns und der achtjährigen Tochter waren am Montagabend in der gemeinsamen Wohnung entdeckt worden. Der 35-Jährige war bereits ausgereist, als die Tat noch nicht entdeckt war. Ob der die Tat geplant hat, ist bislang unklar. So sollen Experten klären, ob er sich das Flugticket vor oder nach den tödlichen Schüssen gekauft hat. Dazu muss die Tatzeit näher eingegrenzt werden.

Quelle: ntv.de, dpa