Montag, 25. Oktober 2010
Amoklauf von Winnenden: Vater wieder vor Gericht
Der Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden wird an diesem Dienstag wieder aufgenommen. Der 51 Jahre alte Angeklagte sei wieder gesund, sagte ein Sprecher des Landgerichts Stuttgart. Der Prozess war am Dienstag und Donnerstag vergangener Woche unterbrochen worden. In einem Attest war von Beschwerden des Vaters wegen einer bereits länger andauernden Herzerkrankung die Rede. In einem weiteren ärztlichen Attest wurde dem Angeklagten eine psychische Erkrankung infolge von Morddrohungen bescheinigt.
Ein Hinterbliebener eines Opfers hatte nach Informationen aus Sicherheitskreisen von einem möglichen Anschlag auf den 51 Jahre alten Unternehmer gesprochen. Der Mann war mit seiner Frau und einer Tochter kurz nach dem Amoklauf aus dem baden-württembergischen Winnenden weggezogen. Sie hatten bereits damals Morddrohungen erhalten. Inzwischen lebt die Familie unter einer anderen Identität an einem geheimen Ort.
Der Sportschütze muss sich seit Mitte September vor dem Gericht verantworten, weil er eine seiner Pistolen unverschlossen aufbewahrt hatte. Sein 17 Jahre alter Sohn erschoss damit am 11. März 2009 an seiner früheren Schule und auf der Flucht 15 Menschen und sich selbst. Als Zeuge ist am Dienstag ein früherer Freund des Amokschützen geladen. Zudem sollen zwei Polizisten als Zeugen vernommen werden.
dpa
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