Panorama
Verletzter Polizist in einem Hospital in Nairobi.
Verletzter Polizist in einem Hospital in Nairobi.(Foto: REUTERS)

Massaker in Kenia: Viehdiebe töten viele Polizisten

In der kenianischen Region Samburu geraten Polizisten bei der Verfolgung von Viehdieben in einen Hinterhalt. Die Sicherheitskräfte erleiden schwere Verluste. Dutzende Menschen sterben.

Nach einem Überfall von Viehdieben auf Polizisten in Kenia ist die Zahl der Toten auf 42 gestiegen. Möglicherweise gebe es noch weitere Tote in dem unübersichtlichen Gelände im Suguta-Tal in der Region Samburu, berichteten kenianische Medien. Wegen der vielen Hyänen in dem Gebiet dürften einige der Leichen nie gefunden werden.

Polizeieinheiten waren am Wochenende bei der Verfolgung von einer Bande von Viehdieben in einen Hinterhalt geraten und niedergeschossen worden. Die Ermittler hatten versucht, die etwa 600 Mann starke Bande einzuholen. Als sich die Polizei-Mannschaftswagen näherten, eröffneten im Dickicht versteckte Schützen das Feuer. Sie seien mit Kalaschnikow-Sturmgewehren bewaffnet gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor sollen sie rund 1000 Rinder gestohlen haben.

Die Leichen von rund einem Dutzend der Opfer wurden in die Hauptstadt Nairobi geflogen. Ärzte behandelten drei Verletzte im Krankenhaus. "Wir haben weitere Polizisten geschickt, die nach Überlebenden suchen sollen", sagte der Sprecher. Das Gebiet sei abgelegen und unwegsam.

In Samburu komme es immer wieder zu Gewalt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, die um Vieh, Weideland und Wasser kämpfen.

Quelle: n-tv.de

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