Was sonst noch passierteWarum Polizisten fit sein müssen

Erst mit dem Auto hinterher, dann zu Fuß, mit dem Rad und zum Schluss schwimmend - da braucht man einen langen Atem. Ein Polizist hat ihn und schnappt sich den Temposünder.
Erst mit dem Auto hinterher, dann zu Fuß, dann mit dem Rad und zum Schluss schwimmend - da braucht man einen langen Atem. Ein französischer Polizist hat ihn und schnappt sich den Temposünder. Lesen Sie, was in dieser Woche sonst noch passierte.
Sportliche Verfolgungsjagd
Ein französischer Verkehrssünder hat einen Polizisten zu einem wahren Triathlon in Paris genötigt: Der Mann sei vor einer Kontrolle wegen erhöhter Geschwindigkeit auf der Pariser Stadtautobahn geflohen, wie die Polizei mitteilte. Zunächst raste der Fahrer mit dem Auto davon, dann ließ er es stehen und rannte zu Fuß weiter. Später entriss er einem Passanten dessen Fahrrad und fuhr damit eine Strecke. Am Ende sprang er sogar noch in einen See am Stadtrand von Paris und schwamm zu einer Insel. Der sportliche Polizist verfolgte den Mann ebenfalls im Sprint, dann auf einem Rad und schließlich im See schwimmend. In welcher Zeit er diese Übungen absolvierte, war zunächst nicht bekannt. Sein Herausforderer befindet sich mittlerweile in Polizeigewahrsam.
Verräterische Dönersoße
Mit einer ungewöhnlichen Beute wurden zwei Diebe in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt ertappt. Bei einem Einbruch in ein Bistro am Hauptbahnhof klauten sie unter anderem einen Döner-Spieß. Was sie damit vorhatten, wurde nicht bekannt. Ein Taxifahrer hatte die Polizei verständigt, als er die beiden mit anderem Diebesgut - einem Fernseher - am Bahnhof sah. Beamte stellten die 21 und 23 Jahre alten Männer mit ihrer Beute in einem Bus. Zunächst bestritten diese die Tat. Doch eine Soße überführt sie. Am Schuh eines Mannes klebte dieselbe Soße, die es auch im Bistro gab.
Verirrte Mücke
Ein besonders aggressiver Moskito hat für eine Unterbrechung der Nachrichtensendung im taiwanischen Fernsehen gesorgt. Das Insekt flog der Moderatorin Huang Ching mitten in der Live-Sendung in den Mund und schnürte ihr die Luft ab, so die China Times-Mediengruppe. Der Moskito sei in der Luftröhre gelandet und habe bei der Moderatorin eine schwere Atemnot ausgelöst. Der Fernsehsender China Television spielte eiligst eine vierminütige Werbung ein und suchte einen Vertreter, während Huang ins Krankenhaus gebracht wurde. Dort erholte sie sich einen Tag lang.
Rasantes Hirschgeweih
Mit einem stattlichen Hirschgeweih vor dem Lenker ist ein italienischer Rollerfahrer auf der A7 in eine Radarfalle gerast. Das Pikante daran: Bei der Überprüfung durch die Polizisten outete sich der Mann kleinlaut als Kollege. Er sei von Beruf Polizist und mache in Italien auch Tempomessungen - „allerdings zu anderen Preisen“, wie er den Beamten erzählte.
Der Mann war auf dem Weg vom Nordkap in Richtung Heimat. In der Nähe von Göttingen bretterte er mit Tempo 86 statt der erlaubten 60 Stundenkilometer durch eine Baustelle. Die geforderten 90 Euro zahlte er bereitwillig. Nachdem er sein Geweih ungefährlicher verstaut hatte, knatterte er gen Rom davon.
Bleichendes Malariamittel
Mit einer unabsichtlichen Überdosierung eines Malariamittels hat sich eine 16-Jährige die Haare gebleicht. Das Mädchen hatte zwei Wochen Urlaub in Costa Rica gemacht und eine Woche vor dem Trip mit einer Malariaprophylaxe begonnen. Es verwechselte jedoch die wöchentliche mit der täglichen Dosis und schluckte jeden Tag 500 Milligramm Chloroquin, wie Jeff Donovan von der Universität Toronto (Kanada) und seine Kollegin Vera Price aus San Francisco (USA) im „New England Journal of Medicine“ berichten. Die blonden Haare der 16-Jährigen wurden daraufhin weiß.
Die Überdosis Chloroquin hatte die pigmentproduzierenden Zellen in den Haarfollikeln vergiftet. Der Urlaub hinterließ auf diese Weise einen weißen Streifen auf dem Schopf der 16-Jährigen. Nach dem Absetzen der Malariaprophylaxe wuchsen ihre Haare wieder blond nach.
Alter Waise
Ein 70 Jahre alter Rumäne muss für seine Aufnahmeprüfung an einer Universität kein Geld bezahlen, weil er Waise ist. Der Mann will in der nordostrumänischen Stadt Suceava Literatur- und Kommunikationswissenschaften studieren. Um die 50 Lei (umgerechnet: 12,50 Euro) Einschreibegebühr nicht bezahlen zu müssen, gab er an, dass seine Eltern nicht mehr leben und dass er demnach Anspruch auf den für Vollwaisen geltenden Gebührenerlass habe. „Der Mann hat Recht“, sagte dazu Adrian Graur, Rektor der Universität „Stefan cel Mare“ („Stephan der Große“) nach Angaben der rumänischen Nachrichtenagentur Mediafax.