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Verkehrschaos in NRW: Weitere Unwetter im Anmarsch

So schlimm hat es Nordrhein-Westfalen seit Orkan Kyrill nicht mehr erwischt. Und auch wenn NRW nach den schweren Unwettern aus dem Gröbsten heraus sein dürfte: Entwarnung können Meteorologen für den Rest von Deutschland noch lange nicht geben.

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Die Unwetter in Nordrhein-Westfalen sind erst der Anfang: Auch in den kommenden Tagen wird Deutschland noch von Gewittern heimgesucht. Am Mittwoch rechnen Meteorologen im Südosten, am Donnerstag im Süden mit Gewittern, die sich lokal zu Unwettern entwickeln könnten. Am Freitag dürfte dann das Schlimmste überstanden sein.

In der Nacht zum Dienstag war Deutschland von schweren Unwettern heimgesucht worden. Beim schwersten Sturm seit Kyrill starben sechs Menschen. In Düsseldorf wurden drei Menschen in einem Gartenhaus von einer umstürzenden Pappel erschlagen. Die Einsatzkräfte konnten noch zwei Schwerverletzte und einen Leichtverletzten aus den Trümmern retten. Zuvor hatte bereits die Kölner Polizei berichtet, dass ein Radfahrer in der Domstadt von einem Baum erschlagen wurde. In Essen starb ein Mann vermutlich bei Aufräumarbeiten, in Krefeld wurde ein Radfahrer von einem umstürzenden Baum erschlagen.

An vielen Häusern und Autos sorgten Sturmböen, Blitzeinschläge und Hagel für Schäden. Die Polizei von NRW war mit allen Beamten im Einsatz, die zur Verfügung standen. Auch die Feuerwehren waren stundenlang unterwegs, um allen Hilferufen nachzukommen. Innenminister Ralf Jäger geht von einem hohen Sachschaden aus: "Wir müssen damit rechnen, dass der Schaden insgesamt auf eien zweistelligen Millionenbetrag hinausläuft."

Viele Züge gestrichen

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Das Unwetter in Nordrhein-Westfalen führte zu Ausfällen und Verspätungen bei der Bahn. Am Vormittag waren noch die Ost-West-Verbindungen Dortmund-Essen-Düsseldorf-Köln sowie Dortmund-Gelsenkirchen-Duisburg gesp errt. Unter anderem waren die Fernzüge von Berlin und Hannover ins Ruhrgebiet und ins Rheinland betroffen. Es gab deutliche Verspätungen.

Die Bahn registrierte Dutzende Schäden, vor allem weil Bäume auf Oberleitungen stürzten. Fünf Reparaturzüge mit Hebebühnen sind im Einsatz, um die Oberleitungen instand zu setzen. Eine Prognose, wann wieder alles planmäßig läuft, ist noch nicht möglich.

Die Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich im Internet oder über das Kundentelefon 0180/6996633 zu informieren. Reisende sollten sich auf Verspätungen einstellen. Das Unwetter mit Sturmböen, heftigem Regen, Hagel und Blitzeinschlägen war am Montagabend über Nordrhein-Westfalen gefegt und dann nach Nordosten gezogen. Auch im Nachbarland Niedersachsen gab es Schäden, hier waren die Folgen aber weniger heftig als in Nordrhein-Westfalen.

Flüge fallen aus

Auch der Flughafen Düsseldorf musste am Montagabend rund eine Stunde lang den Betrieb einstellen. Grund waren die heftigen Sturmböen von bis zu 150 Stundenkilometer.

Auf den Autobahnen bremsten umgestürzte Bäume den Verkehr aus. Die A43 Richtung Wuppertal war bei Dortmund deswegen zeitweise gesperrt. Auch auf der A42 im Kreuz Herne und im Kreuz Recklinghausen der A2 und A43 kam es zu Behinderungen.

In vielen Kommunen waren die Feuerwehren im Dauereinsatz, um Keller auszupumpen, Brände nach Blitzeinschlägen zu löschen und umgestürzte Bäume wegzuschaffen. In Beesten im Emsland entstand ein Schaden von rund 200.000 Euro bei einem Dachstuhlbrand. In Nienburg entfachten Blitze zwei Brände. Verletzte gab es dabei nach ersten Erkenntnissen aber nicht.

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Quelle: n-tv.de

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