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Hobbyhistoriker Jürgen Könneker mit einem Foto von Heinrich Held, dessen Eltern und seiner Schwester.
Hobbyhistoriker Jürgen Könneker mit einem Foto von Heinrich Held, dessen Eltern und seiner Schwester.(Foto: dpa)
Freitag, 13. Oktober 2017

Neuseeländer sucht Nachfahren: Weltkriegs-Retter kommt aus Niedersachsen

Eine blutige Schlacht im Ersten Weltkrieg, ein Deutscher, der einen verletzten Neuseeländer vom Schlachtfeld zieht, eine Brieftasche. 99 Jahre später ist das Rätsel um den Retter von Hayden Cullens Großvater gelöst. Die Spur führt zu einer Familie in Niedersachsen.

Ein Neuseeländer will wissen, was aus dem Mann wurde, der seinen Großvater während des Ersten Weltkriegs gerettet hat - und seine Suche könnte bald ein glückliches Ende finden. Nachdem sich Hayden Cullen an die deutsche Öffentlichkeit gewandt hatte, steht nur wenige Tage später fest: Die Verwandten des deutschen Soldaten Heinrich Held leben in der kleinen niedersächsischen Gemeinde Barum - und warten auf eine Nachricht des Neuseeländers. "Es wäre schön, wenn er sich meldet", sagte Helds Großnichte Anja Rabe.

Helga Rabe ist die Nichte von Heinrich Held, der selbst keine Kinder hatte.
Helga Rabe ist die Nichte von Heinrich Held, der selbst keine Kinder hatte.(Foto: dpa)

Held brachte Cullens schwer verletzten Großvater 1918 während eines Gefechts in Frankreich in Sicherheit. Held schenkte dem Neuseeländer damals eine Brieftasche mit der Inschrift "H. Held" und der Adresse Eppensen - heute ein Ortsteil von Barum bei Uelzen in Niedersachsen. Diese brachte 99 Jahre später den entscheidenden Hinweis. Ein Stadtarchivar aus der Region wurde durch die Medien auf Cullens Suche aufmerksam. In alten Kirchenbüchern entdeckte er den 1898 geborenen Heinrich Held aus Eppensen, der 1928 starb, ohne Kinder zu hinterlassen.

Und doch gibt es Verwandte: Der Eppenser Hobbyhistoriker Jürgen Könneker fand heraus, dass Held eine Schwester hatte. Diese heiratete später den Kaufmann des Ortes und bekam eine Tochter: Die Mutter von Anja Rabe. Cullen selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Er befindet sich zurzeit wegen einer Gedenkfeier des neuseeländischen Militärs in Belgien.

Quelle: n-tv.de

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