Panorama

Streit um Äußerungen zur NS-Zeit: Eva Herman scheitert endgültig

Eva Herman soll 2007 die "Wertschätzung der Mutter" im Dritten Reich als "sehr gut" dargestellt haben. Das hatte das "Hamburger Abendblatt" behauptet. Seit Jahren geht die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin gegen die Behauptung vor. Jetzt unterliegt sie in letzter Instanz.

Eva Herman muss jetzt mit diesem Vorwurf leben.
Eva Herman muss jetzt mit diesem Vorwurf leben.(Foto: dapd)

Die frühere "Tagesschau"-Sprecherin Eva Herman ist endgültig mit ihrem Versuch gescheitert, sich gegen ein angebliches Falschzitat zur Familienpolitik der NS-Zeit zu wehren. Das Bundesverfassungsgericht nahm in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss die Verfassungsbeschwerde Hermans nicht zur Entscheidung an.

Hermann war gegen einen 2007 im "Hamburger Abendblatt" gedruckten Artikel vorgegangen. Sie sah sich darin falsch zitiert. Die Zeitung hatte geschrieben, Herman habe die Wertschätzung der Mutter" im Dritten Reich als "sehr gut" dargestellt. Die Moderatorin hatte sich durch alle Instanzen geklagt und war zuletzt im Juni vergangenen Jahres vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gescheitert.

Die Äußerungen waren 2007 auf einer Pressekonferenz zu Hermans Buch "Das Prinzip Arche Noah - warum wir die Familie retten müssen" gefallen. Der NDR beendete danach die Zusammenarbeit mit der Moderatorin.

Kein Geld mehr

Herman ist mittlerweile pleite. Beim Amtsgericht Hamburg musste sie im Oktober private Insolvenz anmelden. "Als im Jahr 2007 mein berufliches Fundament zusammenbrach, war es mir nicht mehr möglich, die Forderungen der Banken zu bedienen", sagte Herman der "Bild"-Zeitung. "Also war es nur eine Frage der Zeit, bis es zu der jetzigen Situation gekommen ist." Die Privatinsolvenz sei ihr einzigerAusweg gewesen. "Das war ein schmerzhafter Schritt", sagte sie.

Quelle: n-tv.de

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