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Wie hier in Maryland fällt Schnee - allerdings in beherrschbaren Mengen.
Wie hier in Maryland fällt Schnee - allerdings in beherrschbaren Mengen.(Foto: REUTERS)

Schnee, Regen und abflauende Winde: Wie es mit "Sandy" weitergeht

Die Ostküste der USA kämpft mit den Folgen von "Sandy". Während in den großen Städten wie auf dem Land die Aufräumarbeiten beginnen, zieht der einstige Hurrikan als "normales" Sturmtief weiter. Dabei deckt "Sandy" die Höhenlagen mit Schnee ein, pfeift den Menschen in einigen Regionen noch um die Ohren. Doch die ganz große Wucht kann sie nicht mehr entfalten.

Die vorerst letzten dunklen Wolken über der Brooklyn Bridge.
Die vorerst letzten dunklen Wolken über der Brooklyn Bridge.(Foto: REUTERS)

Die New Yorker haben "Sandy" überstanden, auch wenn die Menschen in der Millionenmetropole wohl noch Wochen und Monate an den Folgen des Sturms zu knabbern haben werden. Anderen Gegenden in Nordamerika stehen jedoch noch schwierige Stunden bevor. "Sandy" setzt seinen Zug über den Kontinent fort.

"Das Zentrum liegt nun über den großen Seen - also im Grenzbereich zwischen den USA und Kanada", sagt n-tv Wetterexperte Björn Alexander. "In den kommenden Tagen verlagert sich 'Sandy' ganz allmählich nordost- beziehungsweise nordwärts." Ziel wird dann auch Kanada sein.

Regen lässt nach

Seit einiger Zeit gilt "Sandy" dabei nicht mehr als Hurrikan, sondern wird nun nur noch als "außertropisches Tief" bezeichnet. Das hat vor allem mit der nachlassenden Wucht des Sturms zu tun. Wurden zu Spitzenzeiten Winde von bis zu 145 km/h gemessen, so liegen die prognostizierten Geschwindigkeiten deutlich unter 100 km/h. So peitschte "Sandy" noch einmal den Lake Michigan vor Chicago auf. Ernstere Schäden blieben aber aus.

"Auch beim Niederschlag zeichnet sich eine weitere Entspannung ab", sagt Alexander. In den kommenden Tagen seien noch maximal 50 bis 100 Liter pro Quadratmeter möglich.

Appalachen mit Schnee bedeckt

Das nimmt sich zwar harmloser aus als in den Tagen zuvor. Schäden können dennoch entstehen. Die Wassermassen, die zuvor gefallen sind - verbreitet waren es bis zu 200 Liter pro Quadratmeter - müssen erst noch über die Flüsse abfließen. "Dämme und Deiche können also an einigen Stellen sicherlich noch einer Belastungsprobe ausgesetzt sein", sagt Alexander. Hinzu kommt, dass das extreme Wetter der vergangenen Tage vielerorts Stromleitungen und Bäume destabilisiert hat.

Als weniger gefährlich schätzt Alexander den Schneefall ein, der die Höhenlagen der Region heimsucht. Vor allem die Appalachen sind betroffen. Der Gebirgszug erstreckt sich im Hinterland der Ostküste von der kanadischen Provinz Québec bis nach Alabama im Süden der USA. Weiß eingedeckt sind allerdings nur die Berge im nordöstlichen Bereich der USA. An den höchsten Stellen ist er bis zu 2000 Meter hoch.

Bislang sind hier Schneehöhen von bis zu einem Meter zu verzeichnen. "Einige Zentimeter Neuschnee sind da noch möglich", sagt Alexander. Aber: "Die ganz große Gefahr ist vorbei." Die Schneemengen entsprächen dem, was auch in unseren Breiten ein ganz normales Tief bringen könne.

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Quelle: n-tv.de

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