Panorama
Der Tatort am Ontario-See.
Der Tatort am Ontario-See.(Foto: AP)

Feuerwehrmänner sterben in Hinterhalt: William S. saß 17 Jahre ein

Noch weiß niemand, was William S. bewegte, am Heiligen Abend Feuerwehrleute in einen Hinterhalt zu locken und zwei von ihnen zu töten. Klar ist nur: Er hat schon Jahre im Gefängnis verbracht. Und die Polizei geht von einer psychischen Krankheit aus. Die Tat jedenfalls war extrem perfide.

William S. rastete aus. Warum, ist offen.
William S. rastete aus. Warum, ist offen.(Foto: REUTERS)

Der Mann, der an Heiligabend in dem kleinen Ort Webster im US-Bundesstaat New York Feuerwehrleuten eine tödliche Falle stellte, war offenbar geistig verwirrt. Dieser  Ansicht ist jedenfalls die zuständige Polizeibehörde. Der 62-Jährige habe zudem eine langjährige kriminelle Geschichte. 1981 erschlug William S. seine 92 Jahre alte Großmutter und saß dafür bis 1998 im Gefängnis. 2006 liefen seine Bewährungsauflagen aus, so dass er nicht mehr unter Beobachtung der Behörden stand. Er habe mit seiner Mutter in einem Haus gelebt, sie starb jedoch dieses Jahr. Hinweise auf ein Motiv für seine jetzige Tat gebe es allerdings nicht, so die Polizei.

Zwei Feuerwehrmänner waren bei einem Einsatz aus dem Hinterhalt erschossen worden. Die Brandbekämpfer wurden zu einem brennenden Haus und Auto gerufen. Die Männer hatten gerade ihr Fahrzeug verlassen und wollten mit dem Löschen beginnen, als die Schüsse fielen. Vier Feuerwehrleute wurden getroffen. Auch ein Polizist wurde verletzt. Der vorbestrafte Täter erschoss sich in der Nähe des Tatorts.

Die Bluttat ereignete in einem idyllischen Vorort von Rochester am Ontario-See, mehr als 500 Kilometer von der Metropole New York City entfernt. Es deute alles darauf hin, dass die Einsatzkräfte absichtlich in eine Falle gelockt worden seien, sagte Polizeichef Gerald Pickering. Ein angeschossener Feuerwehrmann konnte nach einer Stunde mit seinem eigenen Wagen fliehen. Ein anderer wurde bewusstlos gefunden. Das Feuer breitete sich auf benachbarte Häuser aus und zerstörte letztlich sieben Gebäude. Mehrere Menschen mussten vor den Flammen gerettet werden.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen