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Samstag, 20. Juni 2009

Raubtieren droht Abschuss: Wolfsplage in Frankreich

Weil Wölfe in Frankreich zunehmend heimisch werden und große Mengen an Vieh reißen, könnte die bedrohte Tierart in Frankreich wieder Ziel von Jägern werden.

Wilde Wölfe machen in Frankreich zunehmend Schaf- und Ziegenzüchtern zu schaffen. Die Raubtiere haben sich in manchen Regionen sprunghaft vermehrt und reißen Vieh. Die Behörden gehen mittlerweile von einer Population von mindestens 180 Wölfen aus, die in 19 Rudeln leben. Das seien 20 Prozent mehr Tiere als im Vorjahr, berichtet die französische Tageszeitung "Le Parisien".

Weil allein im vergangenen Jahr 2677 Fälle von getöteten Schafen und Ziegen gemeldet wurden, wird derzeit sogar darüber nachgedacht, einige Wölfe zum Abschuss freizugeben. Dies ändere aber nichts daran, dass der Wolf eine streng geschützte Art sei, sagte ein Sprecher des staatlichen Amtes für Jagd und Natur. Es gehe lediglich darum, große Schäden an Viehherden zu verhindern.

Wölfe sind in Frankreich erst seit den 90er Jahren wieder heimisch. Sie waren in den 30er Jahren völlig aus der Landschaft verschwunden. Mittlerweile gibt es sie wieder in 26 geografischen Zonen, unter anderem in den Alpen und Pyrenäen. In Deutschland leben nach Angaben des Naturschutzbundes seit 1998 wieder Wölfe. Die Gesamtzahl wird heute auf etwa 50 Tiere geschätzt..

Auch in Deutschland taucht der Wolf wieder häufiger in freier Wildbahn auf.

Auch in Deutschland taucht der Wolf wieder häufiger in freier Wildbahn auf.

dpa

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