Panorama
Schon heute gibt es mehrere Mauerdurchbrüche, um auf die andere Seite zu gelangen.
Schon heute gibt es mehrere Mauerdurchbrüche, um auf die andere Seite zu gelangen.(Foto: AP/dpa)

East Side Gallery wird Chefsache: Wowereit will Abriss verhindern

Nach massiven Protesten gegen einen Teilabriss der Berliner Mauer wacht auch der Senat auf. Regierungschef Wowereit macht das Betonstück zur Chefsache und sucht einen Kompromiss mit allen Beteiligten. Die East Side Gallery soll dabei so bleiben, wie sie war.

Tausende Berliner hatten am Wochenende gegen den Teilabriss der Mauer demonstriert.
Tausende Berliner hatten am Wochenende gegen den Teilabriss der Mauer demonstriert.(Foto: REUTERS)

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit will möglichst viel von der weltbekannten East Side Gallery erhalten. "Unser Ziel muss sein, die East Side Gallery so wenig wie möglich anzugreifen", sagte der SPD-Politiker nach der Beratung des Senats.

Sowohl der Investor als auch der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hätten nach den Protesten deutlich gemacht, dass der Durchbruch von rund 23 Metern der früheren Berliner Mauer zur Erschließung eines geplanten Wohnhochhauses dahinter nicht notwendig sei, sagte Wowereit. Deshalb würde er am liebsten die East Side Gallery so lassen wie sie war.

Am Freitag vergangener Woche war es zu Abrissarbeiten gekommen. Diese hatten massive Proteste ausgelöst. Der Bauherr hatte daraufhin die Arbeiten zunächst bis zum 18. März ausgesetzt.

Der Regierungschef ließ aber keinen Zweifel daran, dass die Grundstücke für die Investoren erschlossen werden müssten. Welche Alternativen zum Teilabriss möglich seien, müsse noch genau geprüft werden, sagte Wowereit.

Der Zugang für das Hochhaus könne auch über das Nachbargrundstück eines israelischen Investors erschlossen werden. Dieser habe in einem ersten Gespräch eine positive Reaktion darauf gezeigt, sagte Wowereit.

Die East Side Gallery ist der längste erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer. Er wurde seit 1990 von Künstlern mit großformatigen Wandbildern bemalt und zieht jedes Jahr hunderttausende Touristen an. Der Abschnitt steht unter Denkmalschutz. An mehreren Stellen gibt es allerdings bereits Öffnungen, um Zugänge zur Spree zu ermöglichen.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen