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Ein Inselbewohner fand das Objekt an etwa der gleichen Stelle, wo das bisher einzige bestätigte Trümmerteil von MH370 angespült worden war.
Ein Inselbewohner fand das Objekt an etwa der gleichen Stelle, wo das bisher einzige bestätigte Trümmerteil von MH370 angespült worden war.(Foto: AP)

Rückschlag nach Fund auf La Réunion: Wrackteil gehört wohl nicht zu MH370

Die Hoffnungen sind groß, nach dem neuesten Fund auf La Réunion Hinweise auf den Absturzort der Maschine von Malaysia Airlines zu erhalten - denn auch das einzige bisher bestätigte Wrackteil stammt von der Insel. Doch Spezialisten haben keine guten Nachrichten.

Das Wrackteil, das vor einigen Tagen auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean angespült wurde, gehört nach Angaben der australischen Behörden wahrscheinlich nicht zur vermissten Maschine von Malaysia Airlines. Ein Anwohner hatte es etwa an der gleichen Stelle gefunden wie ein Trümmerteil von der Flügelklappe, das im August 2015 zweifelsfrei dem Flug MH370 zugeordnet werden konnte. Es ist das bisher einzige bestätigte Fragment der abgestürzten Maschine.

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Wie der britische "Guardian" berichtet, haben französische Spezialisten das nun entdeckte, 20 mal 40 Zentimeter große Objekt untersucht - und den australischen Behörden die ernüchternden Ergebnisse mitgeteilt. Die Wahrscheinlichkeit, dass angespülte Objekte aus dem Meer tatsächlich zu der seit März 2014 verschwundenen Maschine gehören, ist nicht besonders groß. "Wir haben jedes Jahr tausende Objekte an den Küsten", sagte ein Sprecher der Präfektur des Übersee-Départements.

Nach wie vor ungeklärt ist, ob ein weiteres Fundstück, das ein 18-jähriger Urlauber in Mosambik entdeckt hatte, zu der verschollenen Maschine gehört. Es wird derzeit von Spezialisten in Australien untersucht. Der Teenager aus Südafrika hatte das ein Meter lange Trümmerteil laut NBC News bereits Ende Dezember gefunden und zunächst mit nach Hause genommen. Als er Anfang März gehört habe, dass ein weiteres mögliches Wrackteil des verschollenen Fliegers in Mosambik entdeckt worden sei, habe er die Behörden informiert.

Trümmerteil aus Mosambik macht Hoffnung

Der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai warnte derweil vor verfrühten Spekulationen zu den beiden gefunden Wrackteilen aus Mosambik - auch, wenn er einräumte, dass eines der Fundstücke sehr vielversprechend aussehe. Es könnte nach Meinung von Experten zur Vorderkante der rechten Heckklappe einer Boing 777 gehören.

Flug MH370 war mit 239 Menschen an Bord am 8. März 2014 auf dem Weg von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Satellitendaten legten später nahe, dass das Flugzeug den Kurs wechselte, stundenlang Richtung Süden flog und mit leeren Tanks im südlichen Indischen Ozean abstürzte.

Quelle: n-tv.de

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