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Dan Brandon liebte große Schlangen und hielt mehrere bei sich zu Hause.
Dan Brandon liebte große Schlangen und hielt mehrere bei sich zu Hause.(Foto: facebook/Dan Brandon)
Montag, 25. September 2017

Mysteriöser Todesfall: Würgeschlange steht unter Mordverdacht

Der Brite Dan Brandon liegt mit ungewöhnlichen Verletzungen tot in seiner Wohnung. Ein paar Meter weiter kriecht eine seiner meterlangen Pythons frei herum. Ist sie für den Tod des Briten verantwortlich? Die Polizei in Hampshire steht vor einem Rätsel.

Er liebte die Wildnis, vor allem Schlangen. Auf Facebook postete Dan Brandon immer wieder Bilder von sich. Kühn auf einem Fluss in der Wildnis oder beim Entspannen zu Hause mit einer Schlange um den Hals. Sie waren seine Passion und jetzt vielleicht auch sein Tod.

Laut der britischen "Sun" wurde der Brite bereits Ende August gefunden. Eine Quelle sagte der Zeitung: "Wir untersuchen, inwiefern die Schlange am Tod beteiligt war." Demnach wurde Brandon mit "schwerwiegenden Verletzungen" in dem Zimmer gefunden, in dem er auch seine Schlangen hielt. Sein Eltern, in deren Haus er auch wohnte, sind am Boden zerstört und wollten sich nicht zu dem Fall äußern.

Dan Brandons Schlangen sind bis zu siebeneinhalb Meter lang.
Dan Brandons Schlangen sind bis zu siebeneinhalb Meter lang.(Foto: facebook/Dan Brandon)

Gegen die Schlange als todbringendes Tier spricht ihr normales Artverhalten. "Die töten nur, was sie essen", sagte eine Sprecherin der örtlichen Reptilienrettungsstelle. Abgesehen davon wartet eine Würgeschlange geduldig auf ihre Opfer und geht nicht auf Beutefang. Erwachsene Menschen sind ohnehin eigentlich zu groß als Beute. Trotzdem kann ein Bedrohungsreflex unnatürliche Reaktionen bei der Schlange auslösen. So könnte es auch bei Dan Brandon gewesen sein. "Die Ermittler warten noch auf die toxikologischen Ergebnisse aus der Pathologie. Je nachdem, wie diese ausfallen, kann auch eine gerichtliche Untersuchung eröffnet werden", berichtet die Quelle weiter.

Todesfälle mit Würgeschlangen

Eigentlich sind vor allem Giftschlangen für Menschen gefährlich. Dennoch gibt es auch immer wieder Vorfälle mit Würgeschlangen. Anfang des Jahres war ein Erntehelfer in Indonesien einer 4 Meter langen Python zum Opfer gefallen. Er wurde mit Haut und Haar im Magen der Schlange gefunden, nachdem diese wegen ihrer komischen Form anderen Helfern aufgefallen war.

2013 entkam ein Python in Kanada aus einer Zoohandlung und erwürgte zwei schlafende Jungen im Alter von fünf und sieben Jahren. Die beiden Kinder hatten bei einen Freund übernachtet, als der Python aus der im Erdgeschoss gelegenen Zoohandlung ausbrach und über Lüftungsschächte in die Wohnung kam.

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Quelle: n-tv.de

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