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Bikram Choudry 2003 bei einer Yoga-Stunde.
Bikram Choudry 2003 bei einer Yoga-Stunde.(Foto: AP)

"Ein sehr gefährliches Raubtier": Yoga-Meister missbrauchte Frauen

Selbst Hollywood-Prominente tingelten zu Bikram Choudhury. Mit seinem Schwitz-Yoga verdiente er Millionen als Vorbild in Ruhe und Gelassenheit. Jetzt kommt die erschreckende Wahrheit ans Licht.

Für Millionen Stressgeplagte ist Bikram Choudhury ein Erlöser. Madonna, Lady Gaga, Jennifer Aniston und George Clooney gehören zu seinen Klienten. Sie alle schwören auf die von ihm patentierte Methode des heißen Yoga. Doch jetzt kommt die erschreckende Wahrheit über den beliebten Yoga-Meister an die Öffentlichkeit. Er hat mindestens zwei Frauen sexuell missbraucht.

Choudhury wurde zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 6,4 Millionen Dollar verurteilt. Das berichtet die "Los Angeles Times". Nach dem Urteil der Jury des Gerichts in Los Angeles hat er eine Anwältin sexuell belästigt, die für ihn arbeitete. Als die Frau Nachforschungen zu weiteren angeblichen Sex-Taten anstellte, habe er sie gefeuert.

Am Montag war der Yoga-Meister von der gleichen Jury bereits zu einer Geldstrafe von 924.500 Dollar verurteilt worden. Die Jury sah die Missbrauchsvorwürfe einer ehemaligen Schülerin als erwiesen an, wie NBCNews berichtete. Die Frau habe ihren Peiniger im Prozess mit einem "sehr gefährlichen Raubtier" verglichen. Choudhury selbst wies im Prozess jede Schuld von sich: "Ich mache so etwas nicht. Das habe ich nicht nötig."

Vorwürfe mehren sich

Sechs Frauen hatten 2013 Anzeige gegen Choudhury erstattet. Die Vorwürfe lauten: sexuelle Nötigung und Vergewaltigung. Sie gaben an, von Choudhury belästigt, zum Oralsex gezwungen beziehungsweise vergewaltigt worden zu sein.

Der Mann, der in einer Villa in Beverly Hills wohnt und eine Garage voller Luxus-Autos sein Eigen nennt, will sich offenbar um die Geldstrafe drücken. Die Geschäfte liefen schlecht, behauptet er. Er müsse sich sogar Geld von Freunden leihen, schreibt die "Los Angeles Times".

Choudhury, geboren 1946 in Indien, gilt als der erfolgreichste Guru der Welt, er hat Yoga kommerzialisiert, seine Schule funktioniert nach einem simplen Prinzip: eine Serie von 26 Stellungen, die je zweimal ausgeführt werden, stets bei 40,6 Grad Celsius und 40 Prozent Luftfeuchtigkeit.

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Quelle: n-tv.de

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