Panorama
Alltagsszenen in Mexiko: Der Drogenkrieg hat das Land fest im Griff (Archivbild).
Alltagsszenen in Mexiko: Der Drogenkrieg hat das Land fest im Griff (Archivbild).(Foto: REUTERS)

Kampf gegen Drogenkartell in Mexiko: Zehn Menschen sterben bei Großoffensive

An der Grenze zu den USA liefert sich das mexikanische Militär stundenlange Gefechte mit einer Straßengang. Es kommt zu chaotischen Szenen, als Bandenmitglieder Straßen blockieren und Autos anzünden.

Bei einem Großeinsatz an der Grenze zu den USA haben mexikanische Sicherheitskräfte mindestens zehn Mitglieder einer kriminellen Bande getötet. Soldaten, Bundespolizisten und Marineinfanteristen nahmen an dem Einsatz in der mexikanischen Großstadt Reynosa an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas teil, wie die Sicherheitsbehörden im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas mitteilten.

Bei dem ersten Aufeinandertreffen hätten die Bandenmitglieder Autos, Lkw und Busse gekapert, mit diesen Straßen blockiert und die Fahrzeuge dann angezündet, teilten die Behörden mit. Auch in anderen Teilen der Stadt hätten sich die gegnerischen Parteien Schusswechsel geliefert. Vier Soldaten seien leicht verletzt worden, als sich ihr Militärfahrzeug überschlagen habe. Die Straßenblockaden konnten erst nach vier Stunden wieder beseitigt werden.

Die Region ist eine der gefährlichsten in ganz Mexiko. Dort kämpfen nicht nur die einst verbündeten Kartelle Golf und Los Zetas um die Vorherrschaft auf dem Drogenmarkt; seit 2014 tobt laut den Behörden auch ein Machtkampf innerhalb des Golf-Kartells.

Seit dem Jahr 2006 wurden in Mexiko mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität getötet, weitere 22.000 gelten als vermisst.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen