Panorama

Wert von 8,8 gemessen: Zehnmal stärker als Haiti-Beben

"Das Chile-Beben hatte zehnmal soviel Kraft wie das verheerende Erdbeben von Haiti mit einem Wert von 7,1 Anfang des Jahres", sagte Jochen Zschau vom Deutschen GeoForschungsZentrum.

Brückeneinsturz über dem Biobio in der gleichnamigen Region.
Brückeneinsturz über dem Biobio in der gleichnamigen Region.(Foto: REUTERS)

Das gewaltige Erdbeben in Chile ist das fünftstärkste, das jemals gemessen wurde. Es hat enorme Energien freigesetzt. "Das Beben hatte zehnmal soviel Kraft wie das verheerende Erdbeben von Haiti mit einem Wert von 7,1 Anfang des Jahres", sagte Jochen Zschau vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam in einem Gespräch mit n-tv. In den kommenden Tagen, Monaten, wenn nicht sogar Jahren müsse mit zum Teil schweren Nachbeben gerechnet werden. "Einige davon könnten noch stärker als das Beben von Haiti sein", sagte er.

An den Rändern der tektonischen Platten hatten sich über einen langen Zeitraum starke Spannungen aufgebaut, die sich nun schlagartig entladen hätten, sagte der Wissenschaftler. Dabei seien enorme Bewegungen in Gang gesetzt worden. Nun müsse genau festgestellt werden, wie die Bewegungen abliefen und wie sie verursacht wurden.

Die Nasca-Platte - sie ist die Ursache vieler schwerer Erdbeben und Tsunamis in Chile - schiebe sich beispielsweise mit etwa sechs bis sieben Zentimetern im Jahr unter Südamerika. Daneben rutsche der Kontinent etwa zwei bis drei Zentimeter pro Jahr in Richtung Westen. "Beide Bewegungen kollidieren miteinander und führen so zu großen Spannungen", sagte er.

Beim Hati-Beben habe es enorme Bewegungen an der Grenze zwischen karibischer und nordamerikanischer Platte gegeben, erinnerte Zschau. Die kleinere karibische rutsche dort rund sieben Millimeter im Jahr Richtung Osten an der nordamerikanischen Platte vorbei.

Quelle: n-tv.de

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