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Mittwoch, 17. März 2010

Drohung mit vergifteter Marmelade: "Zentis-Freund" angeklagt

Unter dem Code-Namen "Zentis-Freund" will ein Mann von dem den Aachener Konfitürenhersteller Zentis 500.000 Euro erpressen. Er droht, präparierte Gläser in die Regale nordrhein-westfälischer Supermärkte zu stellen.
Die Marmelade ist sicher. Trotz der Erpressung waren die Verbraucher nicht gefährdet.

Die Marmelade ist sicher. Trotz der Erpressung waren die Verbraucher nicht gefährdet.
(Foto: dpa)

Mit vergifteter Marmelade hat ein Mann vom Aachener Konfitürenhersteller Zentis die Zahlung von 500.000 Euro erzwingen wollen. Die Polizei fasste den mutmaßlichen Erpresser rund eine Woche nach dem ersten Schreiben. Er hatte im Januar unter dem Code-Namen "Zentis-Freund" gedroht, präparierte Gläser in den Regalen nordrhein-westfälischer Supermärkte zu platzieren. Die Staatsanwaltschaft Aachen bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Aachener Nachrichten". Sie erhob Anklage gegen den Tatverdächtigen wegen "schwerer räuberischer Erpressung".

Nach Angaben des Unternehmens kam der erste Erpresserbrief per Post. "Wir haben sofort die Polizei kontaktiert", sagte ein Unternehmenssprecher. Zu keinem Zeitpunkt seien Verbraucher gefährdet gewesen. Die Polizei habe schon sehr früh einen Anhaltspunkt gehabt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft unterstrich der Erpresser seine Forderung kurz nach dem ersten Brief mit einem Paket an das Unternehmen. Darin waren drei Proben mit vergifteten Fruchtaufstrichen. Die Produkte waren mit einem Lösungsmittel versetzt, das je nach Konzentration für ältere Menschen und Kinder gefährlich sein kann, sagte Staatsanwalt Alexander Geimer. Zentis habe Teilbeträge auf ein vom Erpresser angegebenes Konto gezahlt.

Nach unbestätigten Informationen soll der Erpresser seine Anweisungen von Internet-Cafés abgeschickt haben. Für den Transfer soll sich der Angeklagte falsche Kontodaten besorgt haben.

dpa

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