Donnerstag, 11. September 2008
Warten auf Hurrikan "Ike": Zwangsevakuierungen in Texas
Im Süden des US-Bundesstaates Texas ist die bisher größte Zwangsevakuierung angelaufen. Dort wird am Wochenende die Ankunft des Hurrikans "Ike" erwartet. Bereits am Mittwochabend mussten in der Region rund um die Küstenstadt Corpus Christi die ersten Bewohner ihre Häuser verlassen. Seit dem Durchzug des Hurrikans Rita vor drei Jahren haben die Behörden gesetzlich die Möglichkeit, eine Räumung gefährdeter Gebiete anzuordnen.
In Landkreisen, die davon nicht betroffen sind, haben Hunderttausende Einwohner begonnen, sich mit Lebensmitteln und Werkzeugen einzudecken. "Die Menschen kaufen alles, was es unter der Sonne gibt", sagte ein Ladenbesitzer dem Radiosender "KLVI".
Neue Kraft über dem Meer
Nachdem "Ike" Anfang dieser Woche in Haiti und Kuba schwere Verwüstungen angerichtet und 74 Menschen in den Tod gerissen hatte, setzte der Wirbelsturm am Donnerstag seinen Weg über den Golf von Mexiko fort. Dort sammelte er nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums in Miami neue Kraft. Die Meteorologen erwarten, dass "Ike" in der Nacht zum Samstag auf das Festland trifft.
Das texanische Verkehrsministerium richtete einen "Evakuierungskorridor" auf mehreren Autobahnen ein, über den die Menschen die Küstengebiete verlassen können. Auch Hunderte Busse für alte und kranke Bewohner sind im Einsatz. Im Landkreis Matagorda soll eines der weltweit größten Kernkraftwerke vom Netz genommen werden. Die meisten Öl-Plattformen im Golf von Mexiko waren bereits evakuiert.
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